Bürgermeister Joachim Neuß verrät Eckpunkte zur 700-Jahr-Feier im kommenden Jahr
Schöner, nachhaltiger Festreigen

Turnusgemäß wird es beim Stadtjubiläum 2014 ein zentrales Altstadtfestwochenende geben. Statt zwei an drei Tagen wird gefeiert, mit Festumzug, Kommers und Festgottesdienst. Dies gab Bürgermeister Joachim Neuß bei einem ersten Pressegespräch zu den Vorbereitungen zum Stadtjubiläum 700 Jahre Auerbach bekannt. Bild: swt

Noch knapp sieben Monate dauert es, dann feiert die Stadt Auerbach 700. Geburtstag. Bereits seit Anfang 2012 tagt im dreiwöchigen Rhythmus der Arbeitskreis, der das große Jubiläumsjahr vorbereiten soll. Je ein Vertreter der Stadtratsfraktionen, Eugen Eckert als Sprecher der Vereine, sowie Rudolf Weber und Christian Bauer für die historische Aufarbeitung gehören dem Kreis an.

Unter der Leitung von Bürgermeister Joachim Neuß hat man sich inzwischen auf einige Eckpunkte geeinigt: Besondere Höhepunkte, schöne Feiern und nachhaltige Erlebnisse auf der einen Seite, historische Inhalte, über die man in der Bevölkerung noch lange spricht, und ein Jubiläum, das nicht auf den Schultern der Ehrenamtlichen ausgetragen wird. "Denn die arbeiten ohnehin das gesamte Jahr", betonte Neuß in der Pressekonferenz am Freitag im Rathaus.

Beginn an Silvester

Das Jubiläumsjahr wird in der Silvesternacht mit einer großen Feier in der Innenstadt eingeläutet. "Urlaubspläne über den Jahreswechsel sollte man in diesem Jahr besser verschieben", meint der Rathauschef. Sonst würde man etwas verpassen. Am 5. Januar folgt das Zwölfuhrläuten des Bayerischen Rundfunks aus der Auerbacher Pfarrkirche.

Ein zentrales Festwochenende wird es vom 4. bis 6. Juli geben. Dann steigt das Altstadtfest. In Absprache mit den Vereinen verzichten die Verantwortlichen wie ursprünglich angedacht auf ein Bürgerfest.

200 geladene Gäste

Das Wochenende soll mit einem Festkommers und rund 200 geladenen Gästen beginnen. Dafür ist am Freitagabend der Kolpingsaal bereits reserviert. "Wir haben bewusst diesen Saal gewählt, da das Foyer der Helmut-Ott-Halle für die Gäste nicht ausreichen würde." Am Samstag stellen die Wirte der Innenstadt eine Partymeile auf, ebenso am Sonntag. Dann soll auch der Jubiläumsfestzug stattfinden. Ein Festgottesdienst am Sonntagmorgen ergänzt das Wochenende.

Bewusst möchte die Stadt aber nicht nur in der Innenstadt feiern, sondern auch die Ortsteile mit einbeziehen. Dazu bietet sie den Vereinen zu ihren normalen Jahresfesten Höhepunkte an. Die Vereine haben das nötige Equipment, wie eine Bühne oder Bewirtung, ein Festzelt.

Die Stadt hat zum Beispiel für das 150 jährige Bestehen der Feuerwehr Michelfeld die Musikkabaretisten "Da Huaba, da Meier und i" gebucht. "Michelfeld stellt den Veranstaltungsort, wir bieten das Programm und erhalten auch die Eintritte", erläutert Neuß. Das sei auch für andere Vereine interessant.
Daneben gibt es auch noch Veranstaltungen, die von der Stadt organisiert werden. So hat sich für den 11. Oktober 2014 die Altneihauser Feuerwehrkapelln angekündigt, sie werden in der Helmut-Ott-Halle auftreten.

Kein historischer Umzug

Bei den Verhandlungen hat die Stadt aber keinen Einfluss auf die Eintrittspreise, die seien vorgegeben. "Wir werden mehrere hochkarätige Veranstaltungen bieten, diese aber auch überregional bewerben, um auch die Menschen der Region in die Bergstadt zu locken."

Das Argument, dass mehrfache teuere Veranstaltungen niemand bezahlen will, lassen Neuß und der Arbeitskreis nicht gelten. Gerade über Onlineticketsysteme seien Kartenverkäufe auch überregional möglich. Das habe der Kabarettabend mit Gerhard Polt im vergangenen Herbst gezeigt, bei dem Besucher bis aus Regensburg kamen. Zum Thema Festumzug, den Andreas Götz organisieren wird, hat sich der Arbeitskreis bewusst gegen einen historischen Umzug entschieden. "Dieser, ebenso wie ein historischer Markt, vermitteln keinen bleibenden geschichtlichen Eindruck." Auch sei der Aufwand enorm. "Der Umzug zum Jubiläum 1989 war sehr gut gemacht, dennoch blieb nur ein flüchtiger Moment übrig." Geschichtsbewusstsein will man anderweitig das ganze Jahr über wecken, Einzelheiten hierzu wollte Neuß aber noch nicht verraten.

Die am Umzug beteiligten Vereine und Gruppen sollen sich präsentieren, wie sie sich im Jahr 2014 sehen. Aber auch der Auftritt einer Feuerwehr in historischen Uniformen mit einer alten Spritze sei nicht verboten. Die Teilnehmer können sich frei entscheiden. Noch entschieden wird über den Weg des Zuges, auch über die anschließende Auflösung.
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