Bürgermeister Schärtl weiterhin Notjagdvorstand
Keine Lösung in Sicht

Nabburg. (cv) Das strittige Kapitel der Jagdpachtverträge (wir berichteten) ist abgeschlossen, nicht hingegen das Thema "Notjagdvorstand". Auch in der Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag zeichnete sich kein Lösungsansatz ab. Die Diendorfer Jagdgenossenschaft - die größte im Landkreis Schwandorf - hat weiterhin keinen ehrenamtlichen Vorstand.

Bürgermeister Armin Schärtl, der seit rund eineinhalb Jahren per Gesetz als Notjagdvorstand tätig sein muss, hatte für Donnerstag eine Mitgliederversammlung einberufen. Dabei informierte er über die geänderte Marschroute von seiten des Landratsamtes, wodurch die Jagdpachtverträge Gültigkeit erlangten. Weiteres Thema war die Verwendung des Jagdpachtschillings. Der Notjagdvorstand hakte bei der Gelegenheit auch nach, ob sich nicht doch wieder ein ehrenamtlicher Vorstand finden würde.

Wie Bürgermeister Schärtl und der mit der Thematik betraute Verwaltungsfachwirt Christian Wirth auf NT-Anfrage erläutern, hatten sich etwa 35 der rund 350 Mitglieder starken Jagdgenossenschaft eingefunden. Die Frage, ob sich wieder jemand für das Amt finden würde, blieb letztlich ohne Antwort. Sollte sich doch noch jemand bereit erklären, würde Schärtl eine eigene Versammlung anberaumen. "Unter Einhaltung der Ladungsfrist", schmunzelt er mit Blick auf den beanstandeten Dreh- und Angelpunkt bei dem Thema. Ansonsten wird er wohl bis zur nächsten regulären Jahreshauptversammlung im April nächsten Jahres als Notjagdvorstand im Amt sein.

Bei der Verwaltungsgemeinschaft sind für die Tätigkeiten inzwischen rund 2500 Euro aufgelaufen, die bereits aus der Kasse der Jagdgenossen beglichen wurden. In der Sitzung wurde auch darüber befunden, dass der Jagdpacht 2013 auf Wunsch ausbezahlt wird. Es sei Geld in der Kasse, so Schärtl zur aktuellen Situation. Er sei aber auch darauf aufmerksam gemacht worden, dass es im Herbst verstärkt zu Wildschäden kommen könnte, die dann zu begleichen wären.
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