Christlich-Soziale Arbeitnehmer-Union feiert 40-jähriges Bestehen
Der Stachel der CSU

Langjährige CSA-Mitglieder wurden bei der Jubiläumsfeier geehrt (von links): Hans Gmehling, Johann Zinnbauer, der Amberger CSU-Kreisvorsitzende Martin Preuß, Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Karl Sperl, Josef Luber, Franz Gebhard, Europaparlamentarier Martin Kastler, CSA-Kreisvorsitzender Gerhard Graf, Landrat Richard Reisinger, Heinrich Stubenvoll, stellvertretender CSA-Landesvorsitzender Reinhard Meier, der Amberg-Sulzbacher CSU-Kreisvorsitzende Dr. Harald Schwartz und Oskar Kiener. Bild: gf

Sozialer Motor, Antreiber und Energiemaschine der CSU - mit diesen Qualitätsmerkmalen belegte Dr. Harald Schwartz, Vorsitzender der CSU Amberg-Sulzbach, die Christlich-Soziale Arbeitnehmer-Union beim Festabend "40 Jahre CSA-Kreisverband Amberg-Sulzbach" im Gasthaus Kopf. Nicht alle Vorstellungen der CSA seien im Grundsatzprogramm der CSU verankert worden, aber grundsätzlich würden die Ideen der CSA Berücksichtigung finden, sagte Schwartz.

Es sei eine bewegte Zeit gewesen, als die Arbeitnehmerunion CSA vor 40 Jahren gegründet wurde, blickte Bundestagsabgeordneter Alois Karl zurück. Damals habe Finanzminister Franz Josef Strauß den letzten ausgeglichenen Haushalt eingebracht, aber nach seiner Amtszeit seien die sozialen Kassen verlottert und die Arbeitslosenzahlen hätten sich vervierfacht. Heute seien wieder mehr als 42 Millionen Menschen in Deutschland berufstätig, könnten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. 2012 habe sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 40 Prozent reduziert.

Die Vermögensfrage

Landrat Richard Reisinger gratulierte zu 40 Jahren Eintreten für soziale Gerechtigkeit. In Deutschland sei ausreichendes Vermögen vorhanden, meinte er, jedoch könne man unterschiedlicher Auffassung sein, ob es auch gerecht verteilt sei. Bürgermeister Franz Birkl bezeichnete die CSA als soziales Gewissen der CSU, als sozialen Stachel im Fleisch der Mutterpartei. Der Amberger CSU-Vorsitzende Martin Preuß bewies über seinen Mitgliedsausweis, dass er schon seit 31 Jahren CSA-Mitglied ist, und betonte, er sehe die CSA als Mahner in sozialen Angelegenheiten an.

Lob für Rudolf Kraus

Der stellvertretende CSA-Landesvorsitzende Reiner Meier erinnert sich gerne an die Zusammenarbeit mit dem früheren Staatssekretär Rudolf Kraus, über den die CSA ihre Vorstellungen immer einbringen konnte. "Als die CSA gegründet wurde, war die Arbeiterpartei SPD am Ruder", meinte Meier, aber die habe sich längst von den Interessen der arbeitenden Menschen verabschiedet und trete Arbeitnehmer mit Füßen. Wahrer Arbeitnehmervertreter sei die CSA, die nicht locker lassen werde, wenn es um Mindestlohn und Mütterrente sowie um die Anrechnung von Erziehungs- oder Pflegezeiten bei der Rentenberechnung gehe.

Auf 40 Jahre erfolgreiche Sozialarbeit blickte der CSA-Kreisvorsitzende Gerhard Graf zurück. Nach der Gebietsreform habe die CSU unter Federführung des Landtagsabgeordneten Dr. Hans Wagner und des Sulzbach-Rosenberger Stadtrates Georg Geiger beschlossen, eine CSA-Kreisgruppe ins Leben zu rufen. Georg Geiger wurde Vorsitzender, Erich Birzer (Neukirchen) und Konrad Härtl (Hirschau) seine Stellvertreter. Mitstreiter der ersten Stunde seien Hanni Haberberger und Otto Bundscherer gewesen. In der Folgezeit hießen die Vorsitzenden Franz Gebhard, Gerhard Büttner, Otto Bundscherer und (ab 2003) Gerhard Graf.

Die CSA betrachte sich als soziales Gewissen der CSU, sagte Graf, aber es sei oft fraglich, ob die CSU darauf höre, denn Vorstellungen der CSA stießen bei der Mutterpartei nicht immer auf Begeisterung.
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