Chronologie der Mammut-Sanierung

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Deponie Schlackenberg erstreckten sich von Februar 2007 bis April 2013 in drei Bauabschnitten.

1. Bauabschnitt: Stabilisierung der Schlammteiche 3, 4 und 5

Darunter fallen die Bohrung von ca. 200 Entnahmebrunnen, ein Pumpbetrieb von mindestens 4 Jahren pro Brunnen sowie die Errichtung grundsätzlicher infrastruktureller Erschließungseinrichtungen.

2. Bauabschnitt: Profilierung und Abdichtung Nordbereich

Der 2. Bauabschnitt umfasste die Profilierung des Nordbereichs mit Aufbringen eines Oberflächenabdichtungssystems einschließlich Rekultivierung auf ca. 22 Hektar. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurden die Bauleistungen für den 2. Bauabschnitt an die Fa. Bögl (Neumarkt) vergeben, sie begannen im Juli 2007:

ca. 395 000 m³ Abtrag und Auftrag von Ablagerungsmaterialien (überwiegend Bodenklasse 6 und 7),

ca. 350 000 m³ Einbau von Deponieersatzbaustoffen,

ca. 46 000 m² Lieferung und Einbau einer mineralischen Dichtung gemäß Deponieverordnung,
ca. 226 000 m² Lieferung und Einbau einer Kunststoffdichtungsbahn,

ca. 226 000 m² Lieferung und Einbau einer Dränagebahn,

ca. 250 000 m³ Einbau Rekultivierungsboden

3. Bauabschnitt: Profilierung und Abdichtung Südbereich

Der 3. Bauabschnitt sah die Profilierung des kompletten Haldensüdbereichs inklusive der Schlammteichflächen sowie das Aufbringen des Oberflächenabdichtungssystems und Rekultivierung ab Ende 2009 vor (Flächengröße ca. 10 ha).

Das Konzept zur Schlammteichstabilisierung mittels 200 Pumpbrunnen hatte sich voll bestätigt. Seit Januar 2008 wurde an 86 Entnahmebrunnen ein Gemisch aus Sickerwasser und Altöl gefördert. Bis Juni 2008 ergab sich eine Gesamtmenge an Altöl von ca. 160 m³.

Die "mobile Ölphase" wird zusammen mit Sickerwasser an den Brunnen seit Januar 2008 bzw. seit September 2009 aus den Teichen 3, 4 und 5 entfernt. Für den südlichen Teil der Deponie verblieb in der Phase 1 des letzten Bauabschnittes eine Umlagerung vorhandener Schlacken von ca. 15 000 m³ und der Einbau von ca. 140 000 m³ Deponieersatzbaustoffen. Der Rekultivierungsboden für diesen Abschnitt stammte aus der Sandgrube Pongratz. Phase 1 war im August 2011 abgeschlossen.
Etwa zeitgleich wurde der Auftrag für Phase 2 vergeben, der die restlichen Flanken der Schlammteiche 3 und 4 mit ca. 6,5 ha Fläche betraf. Er umfasste die Umlagerung von 25 000 m³ Schlacken und den Einbau von 170 000 m³ Deponieersatzbaustoffen. Der Rekultivierungsboden kam diesmal aus der Sandgrube Laubhof.

Phase 3 betraf das Bohrplateau auf den Schlammteichen 3 und 4. Die Sanierungsplanung sah dort nach Abschluss des Pumpbetriebes eine Kombinationsabdichtung vor. Bereits seit Anfang 2011 zeichnet sich aber ab, dass ein beträchtlicher Anteil der Pumpbrunnen über 2012 hinaus betrieben werden muss. (ge)
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