Das Backofenfest des Gemeinderats Weigendorf findet nach wie vor großen Zulauf
Geschmack der Bürger getroffen

Der Begriff "regional" ist manchmal schon etwas verwässert, trifft aber auf das Backofenfest an der Quelle des Högenbachs eindeutig zu. Der gesamte Gemeinderat samt Partnern sowie der rührige Obst- und Gartenbauverein richteten es wieder gemeinsam aus. Und es hat von seiner Beliebtheit nichts verloren.

Überall parkende Autos auf Wiesen und an Straßenrändern, dazu ein regelrechtes "Knäuel" von Fahrrädern: Die Besucher strömten in Scharen aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Nürnberger Land in die sonst so ruhige Ecke um den Backofen zwischen der Waitzmühle und dem "Winter"-Anwesen.

Viele davon sind Stammgäste seit Jahren, aber es kamen auch Urlauber, die gehört hatten, dass es hier eine Attraktion zu erleben gibt. Das war es für sie, als sie zuschauten, wie der Teig ausgerollt, belegt und in den Ofen "eingeschossen" wird, aus dem er als köstlicher Zwiebelkuchen wieder zum Vorschein kommt. Die Warteschlange wurde mit der Zeit immer länger, aber der Genuss war es wert.

Die "Jura-Musikanten" bliesen fröhlich ihre alte Weisen, Volksmusik und Evergreens vom Podest und trugen zur guten Stimmung bei. Das Angebot ergänzten die Stationen mit Kaffee, Kuchen und Kücheln sowie die unermüdlich für Nachschub an belegten Broten sorgenden Frauen im Hintergrund.

Zum Brotbacken war der Ofen schon am Vortag angeheizt worden. Er lieferte bei der "Generalprobe" weit über 100 Laibe. Mit was Gutem drauf - Butter und Schnittlauch oder Käse, Schinken, Griebenschmalz oder Obatzter - gingen die Scheiben weg wie warme Semmeln.

Für spezielle Genießer drehte Werner Pickel die weißen Rettiche zu luftigen Girlanden. Und natürlich durften die passenden Getränke nicht fehlen. Die Schenker hatten alle Hände voll zu tun, um dem köstlichen Gerstensaft eine schöne Blume aufzusetzen. Alkoholfreie Getränke gingen ebenfalls über den Schanktisch.

Zum ersten Mal als "Boss" dabei, konnte sich Bürgermeister Reiner Pickel auf die eingespielten Teams verlassen und sich um die Gäste kümmern. Er tauschte sich mit Bürgermeister-Kollegen aus der Nachbarschaft und anderen Politikern aus. Auch Familien schätzen das Fest. Abseits vom Verkehr spielten die Kinder, am liebsten am Bach. So verlebten die Besucher, begünstigt durch den herrlichen Sommertag, erholsame Stunden bis in den Abend hinein.
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