23.08.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Das einst geteilte Alfeld feiert seine Kirchweih mit symbolträchtigen Bräuchen: Goldener Glanz am Buschenseil

von Redaktion OnetzProfil

Die Alfelder Kirchweih blickt auf eine lange Tradition zurück. 1504 trennte der Landshuter Erbfolgekrieg den Ort in zwei Teile. Mehr als drei Jahrhunderte später gab es die langersehnte Wiedervereinigung, bei der die Alfelder Bürger vom Kegel- zum Schneiderberg eine Schnur spannten, an die sie einen grünen Buschen hängten. Dieser Brauch hat sich - in etwas veränderter Form - bis in unsere Tage zur Kirchweih erhalten.

Die Verantwortlichen befestigen dabei ein 1,50 Meter langes, in Goldpapier eingehülltes und mit bunten Bändern geschmücktes Fichtenbäumchen mit dem Wipfel nach unten am "Buschenseil". Am Wipfel hängt eine vergoldete Schweineblase. Am Montag tanzen Kirwapaare am Dorfplatz den Baum aus, bis ein Signalschuss das Oberkirwapaar kürt. Es bekommt den schon am Sonntag aufgezogenen Buschen.

Das Festprogramm startet am Donnerstag mit Unterhaltungsmusik im Gasthaus "Scharfes Eck" sowie im "Berghof". Am Freitag gibt es von 20 Uhr an das "Fränkische Wirtshaussingen" im "Scharfen Eck" zu hören.
Die Kirwaburschen holen am Samstagmorgen den Kirwabaum ein, den sie gegen 15.30 Uhr auf dem Marktplatz aufstellen. Ab 20 Uhr spielen "Aeroplane" im Stodl am Dorfplatz auf.

Bereits um etwa 5 Uhr am Sonntagmorgen erfolgt das Aufziehen des Kirwabuschens am Seil zwischen Schneiderberg und Kegelberg. Zu Ehren des Schutzpatrons St. Bartholomäus beginnt der Kirchweihfestgottesdienst um 9.30 Uhr in der gleichnamigen Kirche.

Sein Kirwa-Fußballspiel bestreitet der SV Alfeld um 15 Uhr. Für die entsprechende Feierstimmung sorgt ab 20 Uhr das "Jackson Syndikat" im Stodl am Dorfplatz.

Der Kirwamontag startet traditionell ab 10 Uhr mit dem Frühschoppen in den Alfelder Wirtshäusern. Der Höhepunkt der Kirwa, das Baumaustanzen auf dem Marktplatz, beginnt um 18.30 Uhr. Zur ausgelassenen Feier am Abend laden die "Sayonaraz" ab ungefähr 20 Uhr in den Stodl am Dorfplatz ein.

Im Kirwastodl läuft an allen drei Abenden der Barbetrieb.

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