25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Sunzendorf "eine tolle Gemeinschaftsleistung" Gut 5000 freiwillige Arbeitsstunden

"Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein bedarfsgerechtes Feuerwehrhaus und eine bedarfsgerechte Ausrüstung, damit der Schutz der Menschen und Sachgüter im Notfall sichergestellt ist." Dies betonte der 1. Vorsitzende der Feuerwehr Sunzendorf, Ulrich Mosburger, bei der Einweihung ihres neuen Feuerwehrhauses. Er sah den Neubau als einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Wehr.

"Maßgebliche Initiatoren und Antreiber" (no) Besondere Dankesworte richtete der 1. Vorsitzende der Feuerwehr Sunzendorf, Ulrich Mosburger (rechts), an seine Vorgänger Richard Götz (Zweiter von links) und Robert Schmid (Dritter von rechts). Er bezeichnete sie als maßgebliche Initiatoren und Antreiber für das neue Feuerwehrhaus. Bei ihnen liefen auch bei der praktischen Umsetzung die Fäden zusammen. Beide bekamen Präsente überreicht; für ihre Frauen gab es Blumen. Bild: no
von Norbert WeisProfil

Mosburger bewertete das Projekt als eine "tolle Gemeinschaftsleistung". Es habe die Wehr noch mehr zusammengeschweißt. Rund 5000 Stunden arbeiteten freiwillige Helfer daran. Gleichzeitig unterstützten viele Privatleute und Firmen den Bau durch Spenden.

"Sanieren oder neu bauen"

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung stand im Mai 2009 vor der Frage, das alte Gebäude als Minimallösung zu sanieren oder sich für einen kompletten Neubau zu entscheiden, der die Chance bot, ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus zu schaffen. Die Entscheidung fiel für die zweite Variante; unter der Bedingung, dass sehr viel Eigenleistung erbracht wird.

Nach der Zustimmung des Gemeinderats um den damaligen Bürgermeister Herbert Steinmetz im Sommer 2010 begannen die Arbeiten im selben Jahr. Zwischen 2011 und 2013 liefen der Innenausbau und die Gestaltung der Außenanlagen.

Damengruppe angedacht

Einen besonderen Wunsch hob sich der Vorsitzende für den Schluss seiner Ansprache auf - die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos für die 70 Mitglieder starke Wehr, von denen gegenwärtig 40 aktiv sind. Angedacht ist auch, eine Damengruppe ins Leben zu rufen.

Bürgermeisterin Brigitte Bachmann überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Birgland zum gelungenen Neubau. "Bei der Besichtigung in der vergangenen Woche konnte ich spüren, mit welcher Liebe und welchem Ehrgeiz sich die Mitglieder für ihr Zuhause eingesetzt haben", bescheinigte sie.

Erfreulicherweise seien die Feuerwehren im Birgland in den vergangenen Jahren zu keinen besonders schweren Einsätzen gerufen worden. Trotzdem sei es sehr wichtig, in einem Ernstfall optimale Hilfe leisten zu können. Sie dankte allen, die bei der Feuerwehr Sunzendorf aktiven Dienst leisten. Höhepunkt ihrer Ansprache war die symbolische Überreichung eines Schlüssels an 1. Vorsitzenden Ulrich Mosburger und 1. Kommandanten Eduard Bär.

Pfarrer Thomas Schertel und Pfarrer Markus Priwratzky spendeten ökumenisch den Segen. Schertel griff dabei den Text aus dem Neuen Testament auf, in dem vom Mann aus Samarien die Rede ist, der Hilfe leistet. Der Grundgedanke des Helfens gelte für alle Aktiven der Wehr. Das neue Gebäude sei wichtig für den gesamten Ort.

Landrat Richard Reisinger zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement. Er sah das neue Haus der Feuerwehr Sunzendorf als sozialen Treffpunkt für die Bürger der Altgemeinde. An Ulrich Mosburger überreichte er Schecks für den Nachwuchs sowie die aktive Truppe.

"Gesund zurückkehren"

Kreisbrandrat Fredi Weiß sagte "Vergelt's Gott" für die erbrachte Leistung. Sein Dank galt der Gemeinde Birgland für die positive Weichenstellung. Er wünschte, dass die Aktiven von den Einsätzen stets gesund ins Feuerwehrhaus zurückkehren.

Grußworte sprachen Kommandant Thomas Müller aus Schwend für alle Birgland-Feuerwehren, Vorsitzender Herbert Vinzens für die Wehr Illschwang sowie Vorsitzender Jörg Herrmann für die Feuerwehr Haunritz/Högen. Im Anschluss bestand für alle Gäste die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen.

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