Der Rentner Anton Deinzer setzt sich für die Kapelle in Staubershammer ein
Viel Arbeit um Gotteslohn

Den Rasen um die Kapelle mäht Anton Deinzer schon seit Jahren. Jetzt hat er das Kirchlein innen und außen frisch getüncht. Bild: eb
Für die Menschen auf dem Land sind die Kapellen mehr als "nur" ein Ort, an dem sie innehalten, um zu beten. Manche Erinnerungen unserer Heimat sind fest mit ihnen verbunden. Ihre eigene Geschichte hat auch die Kapelle in Staubershammer, die von den Geschwistern Götz errichtet wurde. Sie ist der Gottesmutter geweiht.

Den Wanderern, die auf dem Erzweg entlang des Flembachs unterwegs sind, zeigt sich das Kirchlein jetzt in neuem Glanz. Für das gute Gelingen arbeitete Anton Deinzer viele Stunden ehrenamtlich. Er hat den Innenraum weiß getüncht und auch außen frische Farbe angebracht. Schottersteine an drei Seiten sollen dafür sorgen, dass Regenwasser besser versickern kann und somit der Außenanstrich länger hält.

Mit der Renovierung hat der gelernte Schneider bewiesen, dass er auch noch andere Talente besitzt als mit Nadel und Zwirn umzugehen. Der 66-jährige Rentner, der im nahen Stein geboren ist, mäht auch schon jahrelang das Gras rings um die Kapelle und baute in dieser Zeit eine innerliche Verbindung auf zu dem Flurdenkmal, das dem Kloster gehört. 27 Jahre war Anton Deinzer bei Regens-Wagner in Michelfeld beschäftigt. Die meiste Zeit verbrachte er mit Gartenarbeit und wo er sonst noch gebraucht wurde.

Als 1884 die Dillinger Franziskanerinnen nach Michelfeld kamen, war das Kloster arm und die Schäden am Gebäude groß. Es gab damals viele Wohltäter, welche die Einrichtung auf irgend eine Weise unterstützten. Zu ihnen gehörten auch die Geschwister Götz aus Staubershammer. Da sie keine Erben hatten, vermachten sie ihre Grundstücke dem Kloster. Es spricht einiges dafür, dass die Kapelle schon zu dieser Zeit bestand. Im Klosterfriedhof erinnert ein Gedenkstein an die Geschwister Götz.

Die Oberin des Klosters, Schwester Madlen Kolbrand, kümmert sich derzeit besonders um den Schmuck des Altars in dem kleinen Kirchlein.
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