"Die heilige Messe"

Der katholische Gottesdienst wird meist "Heilige Messe" genannt. Dieser Name stammt von dem lateinischen Entlassungsgruß: "Ite, missa est" (wörtlich: Geht, es ist Entlassung).

In dem Wort Entlassung (missa, spätlateinische Form für missio), steckt aber zugleich auch der Gedanke der Sendung, das heißt, die heilige Messe kennt also kein Ende, sondern nur ein Entlassen - aus der Stärkung des Glaubens im Gottesdienst in den weiteren Vollzug des Glaubens im Alltag.

Gemeinhin bekannt sind etwa die Leipziger, die Frankfurter Messe, Frühjahrsmessen, Messehallen. Große Handelsmärkte waren früher mit dem Jahrestag der Einweihung einer Kirche verbunden. Er wurde mit einer Kirchweih-Messe (Kirch-Mess, abgekürzt Kirmes) begangen.

Die heutigen großen Ausstellungen sind also letztlich aus einem Kirchmess-Markt hervorgegangen und tragen von daher den Namen "Messen", obwohl sie zum Gottesdienst schon längst keinen Bezug mehr haben. (whü)
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