Die Teenie-Fantasy-Zeitreise geht mit "Saphirblau" in die zweite Runde
Herzschmerz verdrängt Spannung

Gideon (Jannis Niewöhner) und Gwen (Maria Ehrich) erleben ihre erste Liebe. Bild: Concorde
Mit fantastischen oder übersinnlichen Liebesgeschichten lässt sich viel Geld verdienen. Das hat Hollywood schon mehrfach erfolgreich gezeigt. In Deutschland soll das die "Edelstein-Trilogie" nach den Büchern von Kerstin Gier nachmachen. Mit "Saphirblau" kommt davon nun der zweite Teil ins Kino.

Verliebt in Gideon

Das Abenteuer der Teenie-Zeitreisen-Saga geht nach "Rubinrot" also in die zweite Runde. Diesmal weiß Gwendolyn (Maria Ehrich) zwar bereits von Anfang an, dass sie ein Zeitreise-Gen geerbt hat und von Zeit zu Zeit in die Vergangenheit springen muss. Doch das macht das Leben nicht leichter. Schließlich muss sie sich nicht nur mit den zwielichtigen Männern der Zeitreise-Loge herumschlagen, von denen sie nicht weiß, ob sie ihnen vertrauen sollte - und dann ist da ja auch noch Gideon (Jannis Niewöhner), ihr schöner Zeitreise-Kollege, in den sie unsterblich verliebt ist.

Und so kämpft sie den ganzen Film damit, ihre Hormone in den Griff und einen klaren Kopf zu bekommen, um die Gefahren, die von den diversen Reisen in die Vergangenheit nunmal ausgehen, meistern zu können. Schließlich scheint der gruselige Graf (Peter Simonischek) zu versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und so reisen Gwen und Gideon ein ums andere Mal ins 18. Jahrhundert, um herauszufinden, wer zu den Guten und wer zu den abgrundtief Bösen gehört.

Diesmal nimmt die junge Liebe sehr viel mehr Platz ein als noch in "Rubinrot". Dramen um das erste Mal, den ersten Vollrausch, den ersten Liebeskummer und pubertäre Identitätskrisen drängen die eigentlich sehr spannende Geschichte der "Liebe geht durch alle Zeiten"-Reihe von Kerstin Gier manchmal zu sehr in den Hintergrund. Vielleicht ist davon ja in Teil drei, "Smaragdgrün", wieder mehr zu sehen.

Hochkarätig besetzt

Diesmal ist es gar nicht so leicht, den Verwicklungen auf den diversen Zeitebenen zu folgen. Auch schauspielerisch erreicht der optisch wieder überaus gelungene Film nicht ganz die Qualität von Teil eins - obwohl die Nebenrollen mit Stars wie Ferres, Josefine Preuß, Axel Milberg, Katharina Thalbach oder Kostja Ullmann ebenso hochkarätig wie passend besetzt sind.

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Regie: Felix Fuchssteiner, Katharina Schöde - Mit Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Peter Simonischek, Florian Bartholomäi, Rufus Beck, Veronica Ferres, Katharina Thalbach - Musik: Philipp F. Kölmel - 116 Minuten - frei ab 6 Jahren - Prädikat wertvoll - www.saphirblau- derfilm.de
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