DJK Ammerthal kassiert bei der DJK Bamberg in der Schlussminute den Ausgleichtreffer
Wenige Sekunden fehlen zum Sieg

Die DJK Ammerthal schaffte es in der Fußball-Bayernliga Nord wieder einmal nicht, eine Führung über die Zeit zu schaukeln. Die Elf von Trainer Robert Ziegler kassierte bei der DJK Don Bosco Bamberg in einer turbulenten Schlussphase, in der sich die Ereignisse geradezu überschlugen, mit dem Abpfiff noch den 2:2-Ausgleich. Diesen hatte sich allerdings die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Interimscoach Georg Hoydem, der den am Freitag entlassenen Cheftrainer Heiner Dumpert ersetzte, auch redlich verdient.

Ammerthal hatte zwar die reifere und vor allem technisch weitaus bessere Spielanlage, doch Bamberg machte dies durch enormen Kampfgeist und eine überaus aggressiven Spielweise vor allem im ersten Durchgang wett. Den Gästen fehlte es im ersten Durchgang an der nötigen Einstellung, so dass man den doch etwas ängstlich beginnenden Gegner regelrecht aufbaute. Zwingende Torraumszenen blieben zu Beginn auch Mangelware, die Ziegler-Elf wirkte zu unentschlossen. Das Spiel plätscherte ohne große Höhepunkte so vor sich hin, ehe sich den Platzherren durch Alexander Eckert bei einem Kopfball die erste gute Gelegenheit ergab (21).

Aus heiterem Himmel

Ammerthal hatte zwar weitaus mehr Ballbesitz, doch Kapital konnte man daraus nicht schlagen. In der Viererkette musste Ziegler den zuletzt starken Mike Kuntuala aufgrund muskulärer Probleme ersetzen, dafür konnte Jan Fischer nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder mitwirken, der Defensivmann lieferte eine hervorragende Partie ab. Nicht verhindern konnte die bis dahin souveräne Ammerthaler Hintermannschaft den aus heiterem Himmel fallenden 1:0-Führungstreffer: Alexander Eckert zog aus gut 25 Metern einfach mal ab, der abgefälschte Ball landete unerreichbar für Schlussmann Kevin Schmidt im Netz. Die erste und auch einzige gute Gelegenheit für die Ammerthaler vergab Franz Petzold in der 37. Minute, seinen Schuss lenkte der Bamberger Torhüter Ullein gerade noch zur Ecke.

Die Halbzeitansprache von Ziegler war kurz, sehr kurz, die Darbietung seiner Schützlinge war scheinbar nicht dazu geeignet, groß darüber zu reden. Ammerthal kam zwar entschlossen aus der Kabine, konnte allerdings nicht verhindern, dass Bamberg zwischen der 47. und 61. Minute den Sack hätte zumachen können, ja eigentlich müssen. Die Mannschaft um Kapitän Frank Lincke (er vertrat den verletzten Phillip Lämmert) hatte das Unentschieden auch ihrem Schlussmann Kevin Schmidt zu verdanken, der seine Mannschaft gegen Hoffmann (47.), Makrigiannis (52.) und Reissner (61.) mit starken Paraden im Spiel hielt. Die Topleistung des Torwarts war ein Signal an die Mannschaft, die noch dazu mit der Einwechslung von Rafael Wodniok, er musste mit einer Knöchelverletzung 15 Minute später wieder runter, plötzlich zulegte und deutlich Oberwasser bekam.

Jobst per Kopf

Wodniok leitete auch den Ausgleich mit ein: Sein Freistoß in der 65. Minute klatsche an die Latte und im Nachsetzen drückte Bastian Leikam den Ball über die Linie. Zusätzlichen Wind brachte der eingewechselte Eray Yildirim, er vergab in der 75. Minute die Führung. Vier Minuten vor Schluss beorderte Ziegler Innenverteidiger Alexander Jobst bei einer Ecke mit nach vorne - und der traf auf Flanke von Petzold mit einem unhaltbaren Kopfball zum 1:2. Als alle schon auf den Schlusspfiff warteten, gelang Christos Makrigiannis nach einem Lattenabpraller das 2:2. Ziegler: "Unter dem Strich geht das Resultat in Ordnung, wir waren im ersten Durchgang einfach nicht präsent. Mit der Leistung der zweite Halbzeit kann man zufrieden sein."
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