26.10.2006 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Durch Zusammenarbeit zweiter Feuerwehren bessere Chancen für Nachwuchskräfte: Landkreis-Grenzen kein Hindernis

Die beiden Ortschaften Wittschau und Woppenhof sind zwar nur drei Kilometer, aber durch die Landkreisgrenze getrennt. Das trifft natürlich auch auf die Feuerwehren zu. Wittschau-Preppach ist eine Ortsfeuerwehr der Gemeinde Leuchtenberg und Woppenhof eine Ortsfeuerwehr von Wernberg-Köblitz. Nun entwickelte sich zumindest im Bereich Nachwuchs eine "landkreisübergreifende" Zusammenarbeit.

von Ernst FrischholzProfil

Jugendliche beider Wehren absolvierten, zusammengeschlossen in einer Gruppe, die Jugendleistungsprüfung zur "Bayerischen Jugendspange". Wie kam es dazu? Darauf geht der Woppenhofer Kommandant Josef Scheidler ein. Es gebe viele zwischenmenschliche Beziehungen in beiden Orten. Für beide Wehren stellte sich aber die Thematik, dass Woppenhof eine Reihe Jugendliche hatte, aber keinen Ausbilder. Wittschau hatte nur einen Jugendlichen, der im Moment eine solche Prüfung absolvieren kann, aber dafür mit Jugendwart Tobias Stangl einen hervorragenden Ausbilder.

Hervorragende Ausbildung

So wurde aus der Not eine Tugend. Die Woppenhofer fuhren über zwei Wochen hinweg Sabine Fischer, Tobias Hartinger, Albert Lindner, Matthias Lindner, Katrin Nagler, Andrea Schärtl und Benedikt Scheidler nach Wittschau. Hier füllte Florian Federl die Gruppe auf neun auf und Jugendwart Stangl übernahm die Ausbildung. Diese war, wie sich bei der Abnahme durch Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer und Kreisbrandmeister Martin Weig (beide Landkreis Neustadt/WN) zeigte, mehr als hervorragend. "Ich kann selten einen Nuller auf den Prüfungsbogen machen", stellte Rewitzer bei der gemeinsamen Feier im Wittschauer Feuerwehrhaus fest.

Meilenstein in Geschichte

Zugleich sprach Rewitzer von einem sehr entscheidenden Schritt der hier gemacht wurde, da von Seiten der Woppenhofer bereits erklärt wurde, dass man diese Zusammenarbeit fortführen wolle. Auch der Wittschauer Kommandant Albert Stangl pflichtete dem bei. Die beiden Vorsitzenden Josef Gollwitzer (Wittschau-Preppach) und Konrad Scheidler (Woppenhof) sprachen von einem Meilenstein in der Geschichte und Tradition der beiden Wehren. Erfreut gratulierten auch der Bürgermeister von Wernberg-Köblitz Georg Butz sowie die Bürgermeisterin von Leuchtenberg Waltraud Benner-Post.

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