21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Ebnath. Gemeinderat Kein Behälter für Altkleider

von Redaktion OnetzProfil

(soj) Es soll auch künftig im Gemeindebereich keinen Sammelbehälter für Altkleider geben. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Gemeinderäte gegen den Antrag der AWE aus.

Zum einen stellt sich laut Bürgermeister Manfred Kratzer die Frage, wer die Kleidung aussortiert und verkauft, zum anderen bestehe die Gefahr, dass neben Kleidung auch Unrat abgelegt wird. Diesen müsste die Gemeinde aussortieren und entsorgen.

Außerdem waren die meisten der Räte der Meinung, dass die Kolpingfamilie, die bereits seit Jahrzehnten jährlich eine Frühjahrs- und Herbstsammlung durchführt und den Erlös gemeinnützigen Zwecken spendet, dies auch künftig machen sollte.

Laut Rücksprache mit dem Landratsamt Tirschenreuth sei es außerdem fraglich, ob so eine Unternehmertätigkeit für eine Gemeinde überhaupt erlaubt sei.

Ohne Zuschuss nach Rom

(soj) Den Zuschussantrag des Katholischen Pfarramtes für die Ministrantenwallfahrt nach Rom lehnte der Gemeinderat einstimmig ab. Zum einen sei eine Bezuschussung nicht möglich, da aufgrund der Richtlinien der Gemeinde Ebnath für derartige Veranstaltungen keine Zuwendung vorgesehen sei.

Zusätzlich seien die Gemeinderäte angehalten, aufgrund der beschlossenen Haushaltskonsolidierung bei freiwilligen Leistungen strenge Maßstäbe anzusetzen. Für dieses Jahr wurden 500 000 Euro Stabilisierungshilfen beantragt. Voraussetzung für den Erhalt dieser Gelder sei neben dem Hauhaltskonsolidierungskonzept das Vorhandensein eines nachhaltigen Konsolidierungswillens.

Nach Aussagen aller drei Fraktionen sei die Ablehnung nicht leicht gefallen, aber man wolle die neuen Stabilisierungshilfen nicht gefährden.

Dringender Handlungsbedarf

(soj) Im Bereich Straßensanierung besteht im Gemeindebereich weiter dringender Handlungsbedarf. Das stellten bei einer Vorbesichtigung Bürgermeister Manfred Kratzer, die Bauverwaltung der VG Neusorg und der Bauhof Ebnath fest.

Deshalb schlug der Bauausschuss dem Gemeinderat vor, den Bürgermeister zu beauftragen, von einem Ingenieurbüro eine Bestandsaufnahme vornehmen zu lassen, um eine Prioritätenliste festzulegen. Dem schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.

Weiter beschloss das Gremium einstimmig, dass das neue Urnenfeld am unteren Teil des neuen Friedhofs errichtet werden soll. Um den dortigen Baum soll eine Ruhezone eingerichtet werden. Das anonyme Gräberfeld soll im Anschluss daran beginnen.

Bürgermeister Manfred Kratzer, die Bauausschussmitglieder Siegfried Weiß und Gerhard Plannerer sowie das Bestattungsunternehmen Becher werden hierzu einen gemeinsamen Vorschlag ausarbeiten.

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