Ein neuer Rektor: Armin Aichinger (38) wechselt von Pechbrunn nach Parkstein
Von Basalt zu Basalt

Super Stimmung im Jugendzentrum: 120 Schüler treffen sich zur Hort-Party Weiden. Zu einer gemeinsamen großen Party hatten alle Weidener Horte ins Jugendzentrum geladen. Für die 120 Schulkinder im Alter von 6 bis 14 Jahren hatten sich die Erzieherinnen die tollsten Aktionen einfallen lassen: Gestalten von Ansteckern, Kinderschminken, Basteln von Zauberhüten, Tanzen im "Discoraum" und vieles mehr. Florian Graf vom JuZ hatte gemeinsam mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern den Spielewagen mit Jongli

Alles Basalt. Den Neustädter Armin Aichinger freut's. Er wechselt von Pechbrunn - bekannt für sein Basaltwerk - auf einen anderen Basaltfelsen. Den Parkstein. Der Rektor der Grundschule Pechbrunn leitet ab Herbst die Grundschule in Parkstein. Der 38-Jährige freut sich darüber sehr und will seinem Ideal einer guten Schule weiter gerecht werden: "Ich sehe die Grundschule als eine Schule für Kinder, an der sie noch Freude und Spaß haben dürfen."

Wichtig sei ihm ein breitgefächertes, lebhaftes Schulleben. Dazu gehören Feiern, kirchliche Feste, ein gesellschaftliches Miteinander. Kinder dürften nicht "auf den Übertritt reduziert werden". "Zur Grundschule gehört der Stoff. Aber auch Werte und soziale Erziehung."

In Parkstein findet er "wunderbare" Bedingungen. "Die Schule ist in einem Top-Zustand, super ausgestattet." Besondere Herausforderung sei der doppelte Standort mit Schwarzenbach. Vor Kombiklassen scheut er sich nicht. "Ich habe in Pechbrunn die letzten vier Jahre Kombiklassen unterrichtet, anders könnte der Standort dort nicht bestehen." Die jahrgangsgemischten Klassen hätten "bestimmte Vorteile, genauso wie Nachteile". "Aber die Kinder bleiben die gleichen. Nur der Unterrichtsstil verändert sich."

Privat freut sich Aichinger mit Ehefrau Kerstin (Tochter des ehemaligen Flosser Rektors Heinrich Maier) an den zwei Söhnen, Jan (9) und Tim (11). In seiner Heimatstadt ist er stark ehrenamtlich engagiert. Der 38-Jährige ist Sprecher des Pfarrgemeinderats in Neustadt/WN. Außerdem ist er Elternbeirat am Neustädter Gymnasium. Er wirkt im Vorstand des Neustädter DJK-Fördervereins sowie des BLSV-Kreisverbandes mit. Von daher kennt er auch Christian Kauschinger, seinen Vorgänger an der Parksteiner Grundschule. Kauschinger übernimmt zum Schuljahresbeginn die größte Grundschule Weidens in Rothenstadt.
Vor einem Jahr hatte es in Parkstein Unruhe gegeben, nachdem das Schulamt die vier Jahrgänge in drei jahrgangsgemischte Klassen 1/2, 2/3 und 3/4 einteilte. Aktuell werden in Windischeschenbach Befürchtungen laut, das gleiche "Schicksal" zu erleiden. Schulamtsdirektor Josef Benker bezeichnete dies gegenüber dem NT als "äußerst voreilig": "Wir befinden uns in der ersten Phase der Klassenplanung." Es lägen noch keine endgültigen Schülerzahlen vor, weil noch etliche Rückstellungsanträge laufen. "Dazu jetzt schon etwas zu sagen, wäre absolut verfrüht."

Uneins über Rückstellung

Aber: "Fakt ist, dass wir bereits eine Vielzahl von Kombiklassen in der Schullandschaft haben und keinerlei negative Aussagen zu Kombiklassen bekommen haben. Das läuft, und das läuft gut." Das Modell habe sich etabliert. Aktuell wird im Schulamtsbezirk Weiden-Neustadt in 38 jahrgangskombinierten Klassen unterrichtet. Auch die zwei Grundschulen mit "flexibler Eingangsstufe" (Albert-Schweitzer-Schule und Grundschule Luhe-Wildenau) hätten keine Akzeptanzprobleme. Die Übertrittsquoten und Ergebnisse der einheitlichen Vergleichsarbeiten ("Vera") in den Jahrgängen 3/4 unterscheiden sich laut Benker nicht.
Thema Schuleinschreibung: "Die Entscheidung über die Zurückstellung trifft der Schulleiter", betont Benker, "und folgt damit nicht automatisch dem Wunsch der Eltern." Aktuell gibt es offenbar einige Fälle, in denen die Eltern das Kind gern noch ein Jahr länger im Kindergarten beließen. Diese Motivation allein reicht allerdings nicht: Eltern müssten schon entsprechende Atteste beibringen, so Benker. Die Schule entscheidet über die Aufnahme auch aufgrund des Kurzscreenings bei der Einschreibung. Benker möchte besorgte Eltern beruhigen: "Jetzt ist die Einschreibung. Die Schule beginnt erst in einem halben Jahr. Da kann sich noch viel tun." Er rät davon ab, das Kind "ein Jahr zu unterfordern".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.