Ein Weltstar

Er war der "Parsifal" in Bayreuth, der "Lohengrin" an der Metropolitan Opera in New York, das "Phantom der Oper" in Hamburg, "Old Firehand" bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg - das Repertoire von Peter Hofmann konnte sich sehen und hören lassen. Am 22. August wäre der 2010 verstorbene einstige Heldentenor 70 Jahre alt geworden. Die letzten Jahre seines Lebens waren von seiner Parkinson-Erkrankung geprägt. Zuletzt lebte er mit seiner Frau Sabine, mit der er seit 2007 verheiratet war, und seiner Tochter Laura im oberfränkischen Göpfersgrün bei Wunsiedel.

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Hofmann war ein Weltstar - und gleichzeitig aber auch in der nördlichen Oberpfalz verwurzelt. Fast zwei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte und lebte er in Kemnath auf Schloss Schönreuth, bereits seit 2007 gibt es in der dortigen Stadtbücherei eine Peter-Hofmann-Dauerausstellung, die die Karriere Hofmanns Revue passieren lässt und von dessen Bruder Fritz organisiert wurde.

Hofmann auf dem Rücken seiner Pferde, unterwegs mit dem Rolls-Royce oder beim Skifahren am "Tannenberglift" in Immenreuth - so ist Peter Hofmann auch heute noch vielen Menschen in der Region in Erinnerung. Groß gefeiert wurde 1983 auch die Eheschließung Hofmanns mit Berufskollegin Deborah Sasson, die der damalige Bürgermeister Rudi Ponnath im Kemnather Standesamt vornahm. Peter Hofmanns Mutter und ihr Mann leben heute noch in Kemnath.

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Von Bayreuth bis New York

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Geboren wurde Hofmann am 22. August 1944 in Marienbad, aufgewachsen ist er in Darmstadt. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sein Operndebüt gab er 1972 als Tamino in Mozarts "Zauberflöte" in Lübeck. Der Durchbruch gelang ihm allerdings 1976 mit seinem Debüt bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Im sogenannten "Jahrhundertring" unter dem Dirigat von Pierre Boulez und der Regie von Patrice Chéreau übernahm er die Rolle des Siegmund, auch die Rolle des Parsifal verkörperte er in derselben Spielzeit.

Bis einschließlich 1988 agierte Hofmann in Bayreuth. Als "Heldentenor" Wagner'scher Prägung sang er unter anderem auch zahlreiche Partien an der Metropolitan-Oper New York und an allen großen Opernhäusern der Welt.

Die Opernmusik war allerdings nicht das einzige Fach Hofmanns: Erfolge feierte er auch als Sänger im Unterhaltungsbereich sowie bei verschiedenen Rundfunk- und Fernsehsendungen. Einer noch breiteren Öffentlichkeit wurde Peter Hofmann allerdings ab 1990 bekannt, als er die Titelrolle in dem Musical "Phantom der Oper" von Andrew Lloyd Webber bei der deutschen Erstaufführung in Hamburg übernahm.

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Elvis und Country

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Darüber hinaus veröffentlichte Hofmann zahlreiche Tonträger, auf denen er beispielsweise Lieder von Elvis Presley oder Country-Songs interpretierte. Bereits 1983 war ihm mit seinem Album "Rock Classics" der Durchbruch im Pop-Bereich gelungen: Der Tonträger war über zehn Wochen die Nummer 1 in den Charts und damit das erfolgreichste Pop-Album dieser Zeit.

1999 folgte dann der Schock für die Fans und die Musikwelt: Peter Hofmann machte seine Erkrankung öffentlich. "Parkinson. Diese Krankheit passt nicht zu mir. Diese Krankheit passt zu niemandem! Sie stört und zerstört. Sie setzt immer enger werdende Grenzen. Und sie fordert heraus!", hieß auf seiner Homepage. Die letzten Bühnenauftritte absolvierte Hofmann im Jahr 2000, anschließend zog er sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück.

Verstorben ist der geschwächte Hofmann am 29. November 2010 an den Folgen einer Lungenentzündung. Bei der Trauerfeier wenige Tage später in der Friedhofskirche Wunsiedel würdigte ihn seine langjährige Bühnenpartnerin Anna-Maria Kaufmann als "den größten deutschen Tenor des 20. Jahrhunderts".

Vergessen ist Peter Hofmann auch heute noch nicht: Neben der Dauerausstellung in Kemnath gibt es eine Internetseite (http://peterhofmannstartenor.wordpress.com), die Fritz Hofmann, Bruder und Manager von Peter Hofmann, gemeinsam mit einer amerikanischen Musikjournalistin ins Leben gerufen hat.
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