Eingelöste Wette beendet durchwachsene Badesaison auf der Altglashütte
Mit dem Regenschirm auf den Turm

So richtig begeistern konnte die Saison nicht. Zu wenig Sonne und Hitze, dafür aber um so mehr Regen und Kälte, das prägte den Verlauf der zurückliegenden Wochen im Freibad Altglashütte. Trotz der widrigen Bedingungen ließ sich die Vorjahreszahl von 13 000 Besuchern übertreffen.

Der Vorsitzende des Förderkreises Engelbert Träger und Schwimmmeister Siegfried Walter feierten am Sonntag mit den gekommenen Gästen den Abschluss einer Saison, die sich als durchwachsen einstufen lässt: "Sowohl die Pfingst- als auch die Sommerferien gaben keinen Anlass zur Freude. Dass die Freizeiteinrichtung dennoch einen guten Ruf genießt, zeigte sich während der wenigen Wochen mit einer Hitzeperiode."

Viel Anklang fanden die speziell auf Kinder abgestimmten Aktionen. Dem wollen die Verantwortlichen in Zukunft einen noch höheren Stellenwert einräumen, angefangen von Schwimmkursen bis hin zu den Spielmöglichkeiten. Nichts zu tun gab es im Bereich der Ersten Hilfe. Die Saison verlief unfallfrei. Eine positive Bilanz gab es auch im Zusammenhang mit der neuen Chlorgasanlage. Die 10 000 Euro teure Investition ermöglichte es, den geforderten hohen Hygienestandard zu erreichen und gesundheitliche Gefahren auszuschließen.

Zu tun ist auch in Zukunft, und nachdem der Schlüssel für 2010 umgedreht wurde, genug: "38 Jahre lügen nicht. Ganz abgesehen vom laufenden Unterhalt gibt es immer etwas zu reparieren, zu streichen und zu erneuern." Helfende Hände sind vor allem während der kommenden Wochen gefragt. Dann geht es um das "Einwintern" des Bades. Über allem steht der Blick in die Zukunft: "Der Förderkreis will den Erhalt der Anlage noch möglichst lange gewährleisten." Unverständlich sei dabei die Vorgabe der Politik, für solche Ziele und die dafür anstehenden Investitionen keine Zuschüsse zu bewilligen.
Bei Weißwürsten und sauren Zipfeln wurde am Sonntag auf der Altglashütte noch lange gefachsimpelt. Nicht vergessen wurden viele erheiternde Erlebnisse. Dazu gehörte unter anderem die Erinnerung an die mit Heiner Gradl abgeschlossene Wette. Der löste sie tatsächlich ein, erklomm den Drei-Meter-Turm und stürzte sich mit einem Regenschirm in die Tiefe. Das machte ihm zwar keiner nach, bei 22 Grad Wassertemperatur drehten einige Badefans aber dennoch ihre Runden.
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