22.04.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Einschwemmungen nehmen zu - Hormonelle Veränderungen Das ist Gift für die Fische

von Redaktion OnetzProfil

Altendorf. (haa) Dr. Thomas Ring, Fachberater für Fischerei bei der Regierung, beklagte die ansteigenden Einschwemmungen von diversen Substanzen in die Gewässer. Diese stammen vor allem aus den Wasch- und Reinigungsmitteln sowie aus Kosmetik und Medizin. Von den Kläranlagen können diese Stoffe nicht ausgefiltert werden. Die hormonellen Folgen bei den Fischen setzen sich kaskadenartig fort. Auch durch Biogas und Sickersaft entstehen in den Gewässern verstärkt Probleme.

Große Schwierigkeiten bereitet nach wie vor der Kormoran, der die Fischbestände beträchtlich dezimieren kann. Die Schlaf- und Ruhebäume sind daher ausfindig zu machen und die Vögel zu vergrämen. Derzeit ist die Bejagung vom September bis März erlaubt. Dr. Ring empfahl deshalb, sich mit den örtlichen Jägern zu verständigen. Zunehmend breitet sich auch der Fischotter aus. Großen Schaden kann er vor allem in der Teichwirtschaft verursachen. Er ist jedoch ganzjährig geschont. Der Referent wies noch auf die Wanderhilfen für Fische hin, die von Zeit zu Zeit auf Durchgängigkeit überprüft werden sollen.

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