"Energiewende in allen Dorferneuerungen zum Thema machen"

Projektleiterin Elisabeth Sternemann ging zu Beginn ihres Vortrags in der Stadtratssitzung auf die politische Ausgangssituation ein. So sei im Mai 2011 durch den bayerischen Ministerrat das neue bayerische Energiekonzept "Energie innovativ" beschlossen worden.

Schwerpunkte seien dabei, die erneuerbaren Energien sowie Energienetze deutlich schneller auszubauen, die CO2-Einsparung voranzutreiben sowie die Erdgasinfrastruktur auszubauen und neue Energie- und Speichertechnologien zu erforschen. Überschnitten habe sich dieses Energiekonzept mit dem Beschluss des Bundestags zum Atomausstieg im Dezember 2011. "Derzeit werde der Strombedarf in Bayern mit rund 60 Prozent aus Kernkraft gedeckt", informierte sie. Strom aus regenerativen Energien, wozu Geothermie, Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft gehören, sollen nach ihren Angaben bis 2021 ausgebaut werden und dann den Atomstrom ersetzen.

Das bayerische Landwirtschaftsministerium habe im April 2012 in einer Regierungserklärung festgelegt, dass die Energiewende auch ein Konjunkturprogramm für den ländlichen Raum sei. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe daher das Programm "LandSchafftEnergie" auf die Beine gestellt.
"Die Ländliche Entwicklung engagiert sich deshalb in der Energiewende, weil ein wesentliches Flächenpotenzial für die Erzeugung regenerativer Energien im ländlichen Raum liegt", so Sternemann.

Ferner biete die Energiewende vielfältige Chancen für die Landwirtschaft, für eine nachhaltige Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen sowie für neue oder erhöhte Wertschöpfung. "Ziel ist es, die Energie und auch Energiewende in allen Dorferneuerungen, Gemeindeentwicklungsprozessen und Integrierten Ländlichen Entwicklungen zum Thema zu machen." Energiekonzepte seien Teil des Projekts "LandSchafftEnergie."

In Bayern sei die Erstellung von insgesamt 100 Energiekonzepten für ländliche Gemeinden vorgesehen, die mit 75 Prozent gefördert werden. "Im Schnitt sind dies 14 Energiekonzepte pro Regierungsbezirk", so Sternemann. "Die Stadt Erbendorf zählt nun zu einer der Oberpfälzer Kommunen, die an diesem Projekt teilnehmen können." (njn)
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