Erhöhung auf 2,43 Euro pro Kubikmeter für die nächsten drei Jahre
Abwassergebühr steigt

Pfreimd (cv) Für das Abwasser muss tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die Gebühr erhöht sich von 2,30 auf 2,43 Euro pro Kubikmeter. Sie wäre übrigens noch höher, wenn die sich im Bau befindliche Großwäscherei und die Park- und Rastanlage an der A 93 nicht ans Kanalnetz angeschlossen würden.

Sachbearbeiter Alfred Hammer erläuterte den Stadträten das Zahlenwerk. Demnach ist ein Defizit von 64 737 Euro in die neue Kalkulation einzubeziehen. Gestiegene Lohnkosten sowie die nicht eingeplante höhere Aufwendung für die Klärschlammentsorgung sind auf der Ausgabenseite zu berücksichtigen. Hammer nannte den neuen "Gemeinkostenzuschlag". Folglich müssen Urlaub und Krankheit mit verteilt werden. Das sind 24 000 Euro mehr. Für die Klärschlammentsorgung mussten statt 36 000 Euro 52 000 Euro bezahlt werden. Perchlortenside waren nachgewiesen worden, der Schlamm musste folglich kostspielig verbrannt werden. Der besagte Parameter - die Ursache konnte nicht ermittelt werden - ist nicht mehr aufgetreten. Hammer stellte klar, dass die Belastung nicht vom Löschschaum des neuen Feuerwehrautos kommen kann.

Die Bürger sparen

Den Mehrausgaben steht eine geringere Einleitungsmenge gegenüber: Statt 229 000 nur 219 000 Kubikmeter. Die Bürger sparen beim Wasser und folglich beim Abwasser. Auch mit Verbrauchsschwankungen von Großabnehmern muss man leben: Wenn die Soldaten in der Oberpfalzkaserne im Einsatz sind, wird weniger geduscht.
Von Verwaltungsseite wurde nun für die neue Gebühr ein dreijähriger Kalkulationszeitraum vorgeschlagen, da inzwischen die Erweiterungsmaßnahme im Bereich der Gemeindeteile Hohentreswitz, Pamsendorf und Rappenberg größtenteils abgewickelt ist. Ausgaben von 1 868 000 Euro und einem Defizit von 64 737 Euro stehen 203 850 Euro an Einnahmen gegenüber. Geteilt durch die Verbrauchsmenge von 711 000 Kubikmeter hat Hammer einen Preis von 2,432 Euro errechnet. Die Erhöhung beträgt folglich 5,7 Prozent. Sie wird im Mai nächsten Jahres mit der Jahresabrechnung zu spüren sein. Abschläge würden mehr Verwaltungsaufwand bedeuten. Die Erhöhung zum 1. Mai wurde einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Arnold Kimmerl teilte noch mit, dass die Asphaltdecke der Staatsstraße von der A 93 bis zur Tännesberger Straße zwischen 11. August und 16. September saniert wird. Der Zweckverband Perschen weiht das neue Kinderbecken am 7. Mai ein. Im Mittelschulverbund sind wegen zu geringer Schülerzahlen Klassenauslagerungen bzw. Zusammenlegungen einzelner Jahrgänge geplant.

Was die Trinkwassererschließung bei Asbach anbelangt, beginnt im Mai das Wasserrechtsverfahren mit Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Die ingenieurtechnischen Planungen laufen parallel an.
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