05.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Eschenbach. Kurz notiert Grundqualifikation und Weiterbildung

von Redaktion OnetzProfil

(rn) Berufskraftfahrern steht mit dem 9. September ein wichtiges Datum bevor. Jeder Fahrer, der einen Lkw der Klassen C1, C1E, C oder CE gewerblich fährt, benötigt dann neben der Fahrerlaubnis eine sogenannte Grundqualifikation und regelmäßige Weiterbildungen.

Wie Hans Bscherer, Vorsitzender der Gebietsverkehrswacht, dazu mitteilt, fallen Fahrer, denen eine Fahrerlaubnis der genannten Klassen oder der alten Klasse Drei vor dem 10. September 2009 erteilt worden ist, unter die Besitzstandswahrung. Diese bedeute, dass der Fahrer als grundqualifiziert gilt. Er müsse aber spätestens bis 9. September 2014 nachweisen, dass er an einer fünftägigen Weiterbildung mit 35 Unterrichtsstunden zu je 60 Minuten teilgenommen hat. Zum Nachweis werde im Führerschein in Spalte 12 die Schlüsselzahl 95 (Weiterbildungspflicht bis 2019 erfüllt) eingetragen.

Für einen Teil der Berufskraftfahrer besteht allerdings noch eine Schonfrist. "Wenn die Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis der Klasse C oder CE zwischen dem 10. September 2014 und dem 10. September 2016 endet, hat der Fahrer bis zum entsprechenden Tag Zeit, die Weiterbildung nachzuweisen", erklärt Bscherer ergänzend. Er rät, dass sich die Fahrer deshalb von einer Fahrschule beraten lassen und die Anpassung frühzeitig mit der Führerscheinstelle abstimmen sollten.

Er verweist auch auf die Folgen, die eine Missachtung der neuen Vorgaben nach sich ziehen kann: "Wer unberechtigterweise, ohne seiner Weiterbildungspflicht nachgekommen zu sein, fährt, muss mit einer Geldbuße bis 5000 Euro rechnen. Ordnet ein Unternehmer eine solche Fahrt an oder lässt er sie zu, wird der Verstoß mit einer Geldbuße bis zu 20 000 Euro geahndet."

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