Eschenbacher Polizei zieht Bilanz: Bürger akzeptieren neue Anhaltesignale der Streifenfahrzeuge
Yelp und Flash kommen gut an

"Der Einsatz des roten Blitzsignals und des grellen 'Yelp'-Heultons ist zur Normalität geworden. Die neuen Anhaltesignale finden bei Bevölkerung und Streifenbeamten Akzeptanz." Dieses Fazit zieht Polizeichef Reiner Striegl nach mehrmonatigem Einsatz der Streifenwagen mit dem roten "Flash" und dem so genannten "Yelp"-Ton.

Im Februar dieses Jahres hatte das bayerische Innenministerium landesweit 100 neue Einsatzfahrzeuge an die Polizei ausgeliefert, die mit den neuen Anhaltesignalen ausgestattet waren. Nur fünf davon rollten in die Oberpfalz. Da zu dieser Zeit bei der Polizeiinspektion Eschenbach gerade zwei Fahrzeuge zur Aussonderung anstanden, erhielt sie zwei Testfahrzeuge dieses Oberpfalzkontingents.

Täglich bis zu 30 Stopps

"Bei der hiesigen Bevölkerung wird der Gebrauch der neuen Anhaltesignale nicht mehr als außergewöhnlich angesehen", urteilt Striegl. Er berichtet von täglich 20 bis 30 nächtlichen Anhaltemaßnahmen. Im Durchschnitt halte ein Drittel der zu kontrollierenden Fahrer bereits beim Aufleuchten des Schriftzuges "Stop Polizei" an.

Ein weiteres Drittel reagiere erst nach der Zuschaltung des roten Blitzsignals. Der Rest fahre erst dann rechts ran, wenn zusätzlich der grelle Heulton ausgelöst wird. Eine gute Reaktion bescheinigt der PI-Chef Amerikanern. Da das neue akustische Signal dem Warnton heimatlicher Polizeiwagen ähnelt, fühlten sie sich damit wie zu Hause.

Striegl greift die aktuelle Ankündigung von Innenminister Joachim Hermann auf, nach der bis in etwa zwei Jahren alle Streifenwagen mit den neuen Anhaltesignalen ausgestattet sein werden. Er begründet diese Zeitspanne mit der vorgegebenen maximalen Einsatzdauer der Streifenfahrzeuge.

Mit dem neuen System ist für den Ersten Polizeihauptkommissar das Ende des bisherigen Anhalteverfahrens gekommen. Früher hätten sich die Streifenwagen dazu neben den Verkehrsteilnehmer setzen und ihm die Anhaltekelle zeigen müssen. Dies sei mit gewissen Gefahren verbunden gewesen. Die letzte Variante sei die Lichtleiste "Stop Polizei" gewesen. Diese habe jedoch bei Tag eine schlechte Lichtleistung gezeigt. Daher seien zusätzlich Blaulicht und Martinshorn erforderlich gewesen, "die für Anhaltemaßnahmen nicht vorgesehen waren".

Jetzt mehr Sicherheit

Striegl zeigt sich erfreut darüber, dass seine Beamten wegen der neuen Anhaltesignale zur Überprüfung vorgesehene Fahrzeuge nicht mehr überholen müssen. Er denkt an die Gesundheit seiner Streifenbeamten, wenn er sagt: "Das neue Verfahren ist wesentlich sicherer als die bisherigen."
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