20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Feine Zunge schmeckt den Unterschied Wild ist nicht gleich Wild

Manfred Erras erkennt ihn, den "sehr großen Unterschied im Geschmack von frei lebendem Wild und im Gatter gehaltenem Wild". Der Küchen- und Metzgermeister im Erlhof bietet darum in seiner Küche nur Wild an, das in Freiheit lebte, erzählte Erras den 13 Jägerinnen und drei Jägern, denen er einen Wildkochkurs gab.

Da schauten mal die Frauen voller Vergnügen einem Mann beim Kochen zu: Küchen- und Metzgermeister Manfred Erras (rechts) hielt auf Anfrage von Sonja Fiebak (Dritte von links), der Jägerinnenbeauftragten der BJV-Kreisgruppe Nabburg, erstmals einen Wildkochkurs ab. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Den Wunsch nach einem solchen Kurs hatte Sonja Fiebak an ihn herangetragen, die Jägerinnenbeauftragte der Kreisgruppe Nabburg des Bayerischen Jagdverbandes. Manfred Erras sagte spontan zu. Die 16 Teilnehmer, die auch aus benachbarten Kreisgruppen kamen, lernten in der Küche des Erlhofs, wie man aus Rehwild raffinierte Speisen zubereitet. Auch für Manfred Erras war der Kochkurs eine Premiere.

Die Jägerinnen waren begeistert von den Küchentipps und Kochgeheimnissen rund um die Wildküche. Das Rehwild, zerwirkt in großen Stücken, brachten die Kursteilnehmer mit. Erras zeigte, wie man es küchenfertig schneidet und wie man aus den Rippen, die meist nur für die Herstellung einer guten Soße dienen, Rouladen zaubert. Zudem demonstrierte er, wie die Sehnenhaut und die Knochen vom Fleisch gelöst werden und wie man den Rehrücken optimal verwertet. Neben dem Aufsetzen des Wildfonds lernten die Teilnehmer eine ganze Menge über die Auswahl der passenden Beilagen.

Nach den aufwendigen Vorbereitungen ging es in die vergnügliche Kochrunde, bei der Erras einen Rehbraten zubereitete sowie eine Rehroulade gefüllt mit Pflaumen, Speck und Weißbrot und auch noch einen Rehrücken im Blätterteig- und im Brotmantel. Fingernudeln, Kartoffeltaler, Pfifferlinge und Wirsinggemüse wurden als Beilagen augekocht und rundeten die Wildspezialitäten hervorragend ab. Danach setzte man sich zum Genuss der Spezialitäten in gemütlicher Runde zusammen.

"Es war der Hammer", kommentierte Sonja Fiebak das Kochevent, für das sie sich mit einem kleinen Präsent bei Manfred Erras bedankte.

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