Festliche Einweihung des neuen Gerätehauses - Solidarität und Kameradschaft gezeigt
Kleine Dorffeuerwehr ganz groß

Pfarrer Professor Dr. Janusz Kropiewnicki segnete das neue Gerätehaus der Feuerwehr Bernrieth. Bild: fvo

Oberbernrieth (fvo) Das neue Gerätehaus der Feuerwehr Bernrieth entstand von der Planung bis zur Umsetzung mit enormer Begeisterung aller Beteiligten. Diese setzte sich auch am Weihetag fort und war in jeder Ecke im Gebäude und im Ort zu spüren.

Die kleine Ortschaft an der Auffahrt zum Fahrenberg war am Sonntagnachmittag förmlich übervölkert. Viele Feuerwehren und Vereine aus der Region standen den Bernriethern beim Festzug und bei der Einweihung zur Seite. Sogar aus Weißenberg bei Sulzbach-Rosenberg war ein Bus mit 30 Feuerwehrleuten angereist. Ein imposantes Bild bot sich den vielen Gästen, unter ihnen die drei Waldthurner Bürgermeister, Georgenbergs Gemeindechef Johann Maurer und Rainer Rewitzer aus Pleystein. Auch der Waldthurner Ehrenbürger Pfarrer Andreas Renner war aus Haselbach an seine alte Wirkungsstätte gekommen.

Pfarrer Dr. Janusz Kropiewnicki meinte bei der Segnung, dass Feuerwehr, Gerätehaus und Feuerwehrleute ein Zeichen für Nächstenliebe seien. "Dies wird gerade bei diesem Bau sehr deutlich." Die Straßenmusikanten aus Moosbach umrahmten das Treffen mit flotten Weisen.

Zwei Jahre Bauzeit

"Der heutige Tag wird mit Sicherheit in der Geschichte unserer Wehr einen besonderen Platz einnehmen", erklärte Norbert Feneis. Nach gut zwei Jahren Bauzeit sei das Gebäude nun fertig. Der Dank des Vorsitzenden galt "seinem manchmal ganz schön nervigen Kommandanten" Rudi Bayer, ohne dessen Antrieb das Gebäude nicht stehen würde. Feneis hob die Familien Dittmann und Prem für die unkomplizierte Bereitstellung des Grundstücks hervor "Danke an meine Kameraden der Feuerwehr, dass ihr so viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet habt."

Für Architekt Rudi Meißner war es eine guten Entscheidung, dieses Gebäude zu bauen. "Das hier ist ein Beispiel für gelebten Gemeinsinn in der Feuerwehr und ein Gewinn für den Ort." Er überreichte den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Josef Beimler, der ihn an den Kommandanten weitergab.

Albert Nickl zog für den Landkreis Neustadt/WN den Hut vor der Leistung der Bernriether. Kreisbrandrat Richard Meier schlug in die gleiche Kerbe und rechnete vor, dass bei 4000 Arbeitsstunden edlen Wirkens der Floriansjünger enorme Kosten gespart wurden. "Schnauft nun wieder durch." Josef Müller als Ehrenvorsitzender verzichtete auf Lob. "Es wurde alles schon gesagt", meinte der "Kramer-Sepp" in seiner unnachahmlichen Art und überreichte als Geschenk ein Bild des Feuerwehrhauses von 1880.

Bürgermeister Josef Beimler sprach als Bauherr von einem "Haus der Solidarität und Kameradschaft", das nun fertig sei. "Diese kleine Dorffeuerwehr ist ganz groß." "Der Haussegen hing in den beiden Jahren manchmal schon etwas schief", resümierte Kommandant Bayer. Aber nun sei das, was für unmöglich gehalten wurde, geschafft.

Er dankte dem Urlaubspfarrer Janusz für die würdige Segnung des Hauses, der Marktgemeinde und dem Architekten für die vorzügliche Zusammenarbeit. Voll des Lobes war er über den Einsatz seiner Mitglieder. Beim anschließenden Fest wurde mit manchem Glas unter den Klängen der Trachtenkapelle Müllner auf das gelungen Werk angestoßen.
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