03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Feuerwehr Lenau feiert bei Gerätehaus-Segnung auch sich selbst 2700 Stunden unentgeltlich

Der Segnung des komplett renovierten Gerätehauses der Feuerwehr Lenau (wir berichteten) schloss sich die weltliche Feier an. Kommandant Markus Prechtl ließ zwei Jahre Bauzeit Revue passieren und lobte den Einsatz vieler Helfer. Bürgermeister Günter Kopp nahm bereits das nächste Projekt in den Blick.

"Wenn wir zusammenhalten, sind wir stark", erklärten Vorsitzender Rainer Bayer, Kommandant Markus Prechtl und Bürgermeister Günter Kopp (von links) beim offiziellen Teil des Festes der Feuerwehr Lenau in Ölbrunn, bei dem das renovierte Gerätehaus gesegnet und seiner Bestimmung übergeben wurde. Bild: ak
von Arnold KochProfil

In frisch leuchtender Ockerfarbe beschriftet mit Edelstahllettern und verziert mit einer Darstellung des heiligen Florian präsentierte die Feuerwehr Lenau ihr renoviertes Feuerwehrgerätehaus der Öffentlichkeit. Mit einem Festgottesdienst und anschließender Segnung wurde das rund 30 Jahre alte Gerätehaus wieder seiner Bestimmung übergeben. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Festgemeinde und ihre Gäste im Festzelt zum gemütlichen Teil. Diesen begleitete Alleinunterhalter Hansi Reithmeier aus Mühlbühl und sorgte für beste Stimmung.

Feuerwehrkommandant Markus Prechtl hieß Gäste und Vereinsvertreter willkommen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Günter Kopp und Kreisbaumeister Alfred Vogel. Er dankte Kaplan Thomas Kopp und für die Unterstützung des Kapellenverein Ölbrunn, der den Erlös der Kollekte erhielt.

"Wir haben in einer Gemeinschaftsaktion mehr als zwei Jahre zusammengearbeitet und aus unserem alten Gerätehaus wieder ein Schmuckkästchen gemacht", erklärte der Kommandant. Er erinnerte an die Jahreshauptversammlung 2009, als Baumängel wie ein maroder Holzgiebel, unansehnliche Fassade und Feuchteschäden angesprochen wurden. Bei der Untersuchung wurde klar, dass nur eine komplette Sanierung dauerhaft weiterhilft.

2011 führte der Vorstand fruchtbare Gespräche mit der Gemeinde zwecks Finanzierung. Dabei wurde die ursprünglich geplante Lerchenholzverschalung durch eine Edelputzfassade in leuchtender Ockerfarbe ersetzt. Neben der Trockenlegung der Grundmauern, wärmegedämmter Sanierung der Außenfassade per Verbundsystem, Erneuerung der Außenanlagen stand auch die Innensanierung im Fokus der von Architekt Christian Drehobel übernommenen Planung. Die Sanierungskosten von 36 000 Euro bestehend je zur Hälfte aus Material und Arbeitsleistung wurden im Gemeindehaushalt 2012 und 2013 eingestellt, wobei der Wunsch der Gemeinde die 18 000 Euro Lohnkosten durch Eigenleistung aufzubringen, erfüllt wurde. Feuchte- und Installationsschäden wurden im Gebäudeinneren behoben, der Küchen- und Toilettenbereich erneuert.

Bei 75 Arbeitseinsätzen leisteten die Mitglieder und hilfsbereite Bürger rund 2700 Arbeitsstunden kostenlos. Der Feuerwehrverein steuerte rund 6500 Euro für die Erneuerung der Küchenzeile, Überdachung des Eingangsbereiches sowie Fahnen- und Utensilienschrank bei. Sein Dank galt allen Helfern, Unternehmern und Bürgern.

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