Feuerwehr sammelt 1250 Euro für Kollegen in Freeport - Spende persönlich übergeben
Hurrikan mit Hilfe im Schlepptau

Als Hurrikan Sandy im Oktober vergangenen Jahres über die Ostküste Amerikas hinwegfegte, sorgten sich viele Oberviechtacher um ihre Freunde in dem betroffenen Gebiet. Die Feuerwehr unterhält seit einigen Jahren eine Patenschaft mit dem "Freeport Fire Department Truck 1". Da fiel es schwer, via Fernsehen tatenlos mitzuverfolgen, wie die Kameraden der zerstörerischen Naturgewalt ausgeliefert waren.

Als kleinen Trost hatte nun eine Delegation aus Oberviechtach beim Besuch in den USA 1250 Euro an Spendengeldern im Gepäck. Die achtköpfige Gruppe war im April in den Staat New York aufgebrochen, um dort das kleine Trostpflaster zu übergeben. Die Oberviechtacher Wehr hatte dafür den Erlös aus einem internen Weinfest verwendet, einzelne Mitglieder legten privat noch einen Betrag drauf.

Der genaue Verwendungszweck steht noch nicht fest, immerhin ist beim Hurrikan Sandy Einiges zerstört worden. "Auch die Feuerwache von Freeport stand unter Wasser", erzählt Ferdinand Roßmann, stellvertretender Kommandant der Oberviechtacher Feuerwehr. "Allerdings waren dort die Schäden nicht ganz so groß wie direkt an der Küste." Die Freunde aus Freeport bedankten sich bei den Gästen aus Deutschland mit einer Führung durch New York und gewährten bei Übungen mit Abteilungen aus Freeport und Baldwin interessante Einblicke in die Organisationsstrukturen.

"Da läuft alles ganz anders als bei uns", staunte Reiseleiter Roßmann über die Vorgehensweise dieser ebenfalls freiwilligen Teams. Und das liege nicht nur an den unterschiedlichen Gerätschaften.
"Wir müssen im Brandfall viel vorsichtiger Türen öffnen, dort dringt die Feuerwehr grundsätzlich übers Dach ins Gebäude ein", berichtet der stellvertretende Kommandant. Gut eine Woche nahmen sich die Oberviechtacher für diesen Erfahrungsaustausch Zeit. Sie nutzten den Besuch in Freeport aber auch, um die Kameraden jenseits des "großen Teichs" gleich persönlich zu ihrem Jubiläum einzuladen. Bis es 2015 soweit ist und die Oberviechtacher ihr 150-Jähriges feiern, können sich die Amerikaner aber noch etwas Zeit lassen mit dem Kofferpacken.
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