Feuerwehrhaus in Söllitz eingeweiht - Hohe Eigenleistung der Mitglieder
In 7000 Stunden zum neuen Heim

Vorsitzender Bernhard Prem begrüßte die Gäste und Vereine und ließ den Bau noch einmal Revue passieren. Bild: bnr

"Ohne Fleiß kein Preis", sagt der Volksmund, wenn durch außergewöhnliche Leistungen etwas Besonderes geschaffen worden ist. Die Feuerwehr Söllitz hat sich mit Fleiß und unter Einsatz hoher finanzieller Mittel aus der Vereinskasse ein neues Feuerwehrhaus gebaut. 7000 Stunden Eigenleistung und 500 Maschinenstunden sprechen eine deutliche Sprache. Am Samstag erhielt das neue Gebäude durch Pfarrer Hans Spitzhirn den Segen und wurde durch Bürgermeister Martin Schwandner seiner Bestimmung übergeben.

Wie es gute bayerische Sitte ist, begann die Einweihungsfeier mit einem Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche in Söllitz. 18 Fahnen befreundeter Vereine reihten sich um den Alter, an dem der Ortsgeistliche Hans Spitzhirn den Gottesdienst zelebrierte. Im Anschluss marschierte ein beachtlicher Zug unter den Klängen der Jugendblaskapelle Gleiritsch zum neuen Feuerwehrhaus.

Vorsitzendem Bernhard Prem stand die Freude ins Gesicht geschrieben, dass sich so viele Ehrengäste und Vereine zur Einweihungsfeier eingefunden hatten. In seiner Ansprache ließ er den Bau noch einmal Revue passieren. Nachdem 2007 das Vereinslokal "Zum Schuster" seine Türen geschlossen hatte, fehlte dem Verein jede Möglichkeit, um Versammlungen oder Schulungen abzuhalten. Eine Renovierung oder Erweiterung des alten Feuerwehrhauses war wirtschaftlich aussichtslos: Der Entschluss, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, war gefallen. Das Feuerwehrmitglied Johannes Schießl entwarf einen Plan, der die Zustimmung der Feuerwehr und der Gemeinde fand.

Sieben Jahre Bauzeit

Die Finanzierung war eine schwere Geburt, konnte zum Ende aber doch einvernehmlich geregelt werden. Von der Gesamtsumme von 240 000 Euro flossen an staatlichen Mitteln 40 000 Euro. 60 000 Euro steuerte die Gemeinde dazu. Die Restsumme von 140 000 Euro wurde durch Eigenleistung und aus der Vereinskasse erbracht. Nach sieben Jahren Bauzeit war die Baustelle abgeschlossen. Diese enorme Leistung würdigten Landtagsabgeordneter Alexander Flierl und Kreisbrandrat Robert Heinfling als Vertreter der Feuerwehrführung im Landkreis. Mit Geschenken gratulierten sie der Feuerwehr Söllitz zu ihrem neuen Haus. Stolz zeigte sich Bürgermeister Martin Schwandner auf den Zusammenhalt und das Miteinander in der Gemeinde. "Das größte Pfund, mit dem wir hier auf dem Dorf wuchern können, ist eine lebendige Gemeinschaft", lobte er die Einwohner von Söllitz und Köttlitz. An die Verantwortlichen des Feuerwehrkreisverbandes appellierte er, Strukturen zu schaffen, die es auch kleinen Wehren erlauben, in Zukunft zu überleben.

"Für uns als Gemeinde ist die Feuerwehr nicht nur für den Brandschutz zuständig, sondern sie leistet einen enormen gesellschaftlichen Beitrag", unterstrich der Bürgermeister. Mit einem Geschenk belohnte er die Feuerwehr Söllitz und übergab das Gebäude seiner Bestimmung. Pfarrer Hans Spitzhirn segnete das Gebäude und rief den Schutz des Heiligen Florian herab. Er betete für stets unfallfreie Einsätze.

Mitglieder ausgezeichnet

Zum Ende der Einweihungsfeier zeichnete Bernhard Prem drei Feuerwehrkameraden aus, die beim Bau besondere Verantwortung übernommen hatten: Architekt Johannes Schießl entwarf das Gebäude und übernahm die Bauleitung, Feuerwehrmitglied Mathias Eckert war als Mauerer für den Maurerarbeiten und die Arbeitseinteilung zuständig und Zimmerermeister Richard Kurz kümmerte sich um die Holzarbeiten. Er stellte außerdem seine Firmenfahrzeuge zu Verfügung. Für alle drei gab es Geschenke und für die Frauen einen Blumenstrauß. Unter den Klängen der Jugendblaskapelle Gleiritsch wurde im Festzelt noch kräftig gefeiert.
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