Feuerwehrnachwuchs stellt sich Leistungsprüfung - Ausbildungsstand in Theorie und Praxis ...
Ruhige Hände an der Kübelspritze

Schönsee (mmj) Es ist bei den Rettungsdiensten wie überall im Leben: Übung macht den Meister. Gut vorbereitet gingen nach diesem Motto 17 Jugendliche der Feuerwehren Schönsee, Gaisthal und Stadlern in die "Bayerische Jugendleistungsprüfung" im und ums Schönseer Feuerwehrhaus. Bei fünf Einzel- und fünf Truppübungen sowie der Beantwortung von Testfragen stellte der Feuerwehrnachwuchs, darunter auch drei junge Damen, sein Können unter Beweis.

Die Leistungsprüfung dient zum Nachweis der Grundkenntnisse der Feuerwehr-Dienstvorschrift "Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz" sowie der Gerätekunde und der Unfallverhütungsvorschriften. In den Richtlinien des Innenministeriums zu dieser Prüfung wird zwar eine schnelle Arbeit der Teilnehmer erwartet, allerdings steht ein geordneter und möglichst fehlerfreier Ablauf im Vordergrund. Unter den Augen der Schiedsrichter Ferdinand Duschner, Richard Fleck, Adolf Greiner und Konrad Hoch stellte sich der Feuerwehrnachwuchs der Leistungsprüfung. Zu Beginn meldeten die Jugendwarte Johannes Gillitzer, Martin Braun (Gaisthal), Michael Flöttl, David Jurischka (Schönsee), Peter Reier und Kerstin Werner (Stadlern) den Beobachtern die Teilnehmer.

Mit dem "Anlegen eines Mastwurfs" begannen die Einzelaufgaben. Hier war ein Saugkorb an einen Sauganschluss zu koppeln. Das "Befestigen der Feuerwehrleine" diente zum Hochziehen der Schlauchleitung. "Anlegen eines Brustbundes" stand als dritte Aufgabe auf dem Prüfungsplan, Gefühl und Augenmaß waren beim "Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauches innerhalb eines begrenzten Feldes" (4 mal 2 Meter) gefordert. Ebenfalls in einem begrenzten Feld (7 mal 1 Meter) war der letzte Prüfungspunkt "Zielwurf mit einer Feuerwehrleine".
Die Truppübungen begannen mit dem "Kuppeln von zwei Saugschläuchen als Wasser- und Schlauchtrupp", im Anschluss folgte das "Ankuppeln eines CM-Strahlrohres oder C-Hohlstrahlrohres an einen C-Schlauch". Ruhige Hände forderte anschließend die Aufgabe "Zielspritzen mit der Kübelspritze". Zunächst galt es, die Spritze mit einem Eimer Wasser zu füllen, und dann das Zielobjekt, meist ein mit Wasser gefüllter Plastikbehälter, mit dem Wasserstrahl von einem Sockel zu spritzen. Beim "Erkennen und Zuordnen von wasserführenden Armaturen, Kupplungen und Zubehör" waren Schlauchrohre, Hydrantenschlüssel, Schachthaken und Übergangsstücke den Bereichen Wasserentnahme, Wasserfortleitung, Wasserabgabe und Zubehör zuzuordnen. Mit der Aufgabe "Zusammenkuppeln einer 90-Meter-C-Leitung" endete der praktische Teil.

Ein breites Themenfeld gab es im theoretischen Teil zu Beantworten. Dabei ging es um die Aufgaben der Feuerwehr, spezielle Fragen über das Kuppeln von Leitungen oder auch darüber, wie bewusstlose Personen gelagert werden. Zum Abschluss dankte Schönsees Jugendwart Michael Flöttl den Jugendlichen, dass sie sich den Aufgaben und der Arbeit für die Feuerwehrarbeit stellen. Kreisbrandmeister Richard Fleck nannte die Förderung der Jugendarbeit für die Zukunft der Wehren als zentrale Herausforderung und Kreisbrandmeister Konrad Hoch stellte die Art der Grundausbildung im Löschwesen heraus.
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