18.12.2003 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

FFW Emhof blickt auf ereignisreiches Jahr zurück - Langjährige und verdiente Mitglieder geehrt: "Heuer ging es voll zur Sache"

von Redaktion OnetzProfil

Emhof. (pop) Rechenschaftsberichte und Ehrungen standen bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Emhof auf dem Programm. Die FFW Emhof hat derzeit 94 Mitglieder, davon sind vier Frauen.

Vorsitzender Albin Koller machte einige statistische Anmerkungen. Zwei Neuaufnahmen seien in diesem Jahr zu verzeichnen gewesen sowie ein Todesfall. Teilgenommen habe die Wehr unter anderem an den Faschingszügen in Schmidmühlen und Emhof, der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses in Winbuch, des Pfarr- und Gemeindezentrums Hammerschloss sowie des Musikerheims der Blaskapelle St. Ägidius. Der Vorsitzende dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement. "Auf euch ist Verlass", meinte er.

An Veranstaltungen kündigte der Vorsitzende an für den 26. Dezember den Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und für den gleichen Tag die Christbaumversteigerung, für den 11. Januar ein Essen der Ausschussmitglieder und Sammler (18 Uhr) sowie für den 31. Januar die Faschingsveranstaltung der Dorfvereine (20 Uhr).

Kommandant Helmut Werner unterstrich, dass es im ablaufenden Jahr "voll zur Sache" gegangen sei. Sechs Einsätze, zwei Einsatzübungen und drei Sicherheitswachen hätten die Wehr gefordert. Werner hob dabei den Brand in Ofen und den Verkehrsunfall bei Pettenhof hervor, der die Aktiven sowohl physisch als auch psychisch enorm gefordert habe. Lobend hob er einen Ausbildungsabend für die Jugend hervor. Der Kommandant dankte auch für die gute Einsatzbereitschaft, bei jeder Alarmierung seien genügend Aktive zur Verfügung gestanden. Er bedankte sich insbesondere bei Gerätewart Gerhard Rappl, den Maschinisten sowie den Reinigungskräften des Gerätehauses.

Bürgermeister Peter Braun überbrachte den Aktiven der FFW Emhof den Dank der Gemeinde, lobte den hervorragenden Ausbildungsstand und die Kameradschaft. Der Brand- und Katastrophenschutz habe in der Gemeinde Schmidmühlen hohe Priorität: "Immerhin investierte der Markt im Jahr 2003 rund 25000 Euro." Als kleines Dankeschön überreicht der Bürgermeister der Wehr eine Luftbildaufnahme.

Kreisbrandrat Franz Iberer gab einen kurzen Überblick auf das aktuelle Feuerwehrgeschehen und dankte allen Aktiven der Feuerwehr Emhof für ihren Dienst. Die Gemeinde Schmidmühlen, so der Kreisbrandrat, sei im "Jahr der Hitze" von einer Vielzahl von Großeinsätzen betroffen gewesen. Rückblickend verwies er auf ein ansteigendes Einsatzaufkommen, sowohl bei technischen Hilfeleistungen als auch bei Bränden.

Auf Verkehrsunfälle eingehend, stellte Iberer heraus, dass die zunehmende Weiterentwicklung der Kraftfahrzeuge in Punkto Sicherheit gerade die Feuerwehren vor große Herausforderungen stelle. Bei einer verstärkten Sicherung der Fahrgastzellen stießen die Rettungsscheren und Rettungsspreitzer oftmals an ihre Grenzen.

Bei den Waldbrandeinsätzen in diesem Jahr habe sich gezeigt, so Kreisbrandrat Franz Iberer, dass der Einsatz von Güllefässern der Landwirte unabdingbar sei. Die Wassermengen, die zum Beispiel LF 16 oder auch Tanklöschfahrzeuge mitführten, seien zum Teil nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Die bald zwei Jahrzehnte alte Rettungsschere der FFW Schmidmühlen müsse bald durch eine neue ersetzt werden.

Dann wurden Mitglieder für 50-jährige Vereinszugehörigkeit sowie für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Wehr geehrt. Ausgezeichnet wurden für 25 Jahre aktiven Dienst sowie mit der entsprechenden Zugehörigkeit zur FFW Emhof Alois Ferstl, Alfred Beer, Johann Fischer, Robert Schneider. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurde Markus Hümmer geehrt.

Eine besondere Würdigung erfuhr für seine 50-jährige Vereinszugehörigkeit Ehrenmitglied Baptist Fischer. Albin Koller dankte Fischer für sein Engagement für die FFW Emhof. Er war von 1958 bis Mai 1964 der 1. Kommandant der Wehr und in verschiedenen Zeiträumen erster oder zweiter Maschinist. Auch heute noch, bestätigte Albin Koller, habe Baptist Fischer ein offenes Ohr für die FFW Emhof.

Mit einem Geschenk dankte die FFW Emhof dem langjährigen Vorsitzenden Hans Manglberger. Er sei, so Vorsitzender Koller in seiner Laudatio, ein unermüdlicher Aktivist beim Feuerwehrgeräthausumbau gewesen. Für seine beispielhafte Selbstlosigkeit überreichte ihm Albin Koller unter dem Beifall der Mitglieder ein Geschenk. Bürgermeister Peter Braun dankte Mangelberger mit dem Gemeindekrug.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.