Florianstag bei der Kirwa in Wolfsfeld - Pater Liebenstein hebt Rolle der Feuerwehren hervor
"Ihr leistet echten Gottesdienst"

Die Blaskapelle aus Ursensollen führte den Zug der Fahnenabordnungen mit der Feuerwehrführung des Landkreises und dem Kastler Bürgermeister Stefan Braun an. Die Gruppe gestaltete auch den Gottesdienst musikalisch.

Zusammen mit der Laurentius-Kirchweih wurde am Sonntag in Wolfsfeld der Florianstag für den südlichen Landkreis gefeiert. Von den 38 Feuerwehren des Inspektionsbereichs II bevölkerten 33 Fahnenabordnungen den kleinen Ort in der Marktgemeinde Kastl. Die restlichen fünf Wehren hatten in Aschach, Gemeinde Freudenberg, einen eigenen Florianstag ausgerichtet.

Höhepunkt dieser Veranstaltung, bei dem die Feuerwehren in ganz Bayern ihres Schutzpatrons gedenken, war der Gottesdienst mit Direktor Pater Christian Liebenstein von den Salesianern in Ensdorf.

Wegen der feuchten Witterung hatten sich die Verantwortlichen des Gastgebers in Wolfsfeld entschlossen, die kirchliche Feier ins Kirwa-Festzelt zu verlegen. Zuvor zogen die Fahnenabordnungen mit der Blaskapelle aus Ursensollen vom Feuerwehrhaus zur Dorfkapelle, um dort der verstorbenen Kameraden zu gedenken. Bürgermeister Stefan Braun, Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandmeister Alexander Graf (Ursensollen) legten einen Kranz namens des Landkreises Amberg-Sulzbach nieder. Nach dem Musikstück vom "Guten Kameraden" versammelten sich die "Floriansjünger" im Festzelt.

In seiner Festansprache würdigte Pater Liebenstein das große ehrenamtliche Engagement und die christliche Nächstenliebe der Einsatzkräfte zur Rettung von Menschen bei Feuersbrunst, Unfällen und Katastrophen. Zudem betonte der Geistliche das Heimatgefühl dieser Kameradschaften.

Hymne der Feuerwehr

Im Blick auf den Kirchen- und Feuerwehrpatron verglich Pater Liebenstein den Dienst dieser beiden Märtyrer mit dem Feuerwehrdienst, der ein Dienst für den Menschen und für Jesus Christus ist. "Euer Dienst ist ein echter Gottesdienst", bescheinigte der Geistliche den Feuerwehrmitgliedern. Zum Abschluss der kirchlichen Feier spielte die Blaskapelle Ursensollen, die auch den Gottesdienst musikalisch gestaltete, die Feuerwehrhymne.

Als Vertreter der Gemeinde und des Landkreises nannte Bürgermeister Stefan Braun Feste wie den Florianstag ein Zeichen der Verbundenheit von Menschen, die sich gemeinsam einer verantwortungsvollen Aufgabe unterziehen. Als ein "schönes Zeichen" nannte es Braun, dass in der gesamten Bundesrepublik über eine Million Menschen bei den Freiwilligen Feuerwehren Dienst leistet - mit der beachtlichen Bilanz von weit über einer Million Einsätzen im Jahr.

Seine "Hochachtung" zollte der Bürgermeister der Feuerwehr Wolfsfeld für die Organisation und Ausrichtung dieses bereits zweiten Florianstags nach 1999.

Ständig gerüstet

Der Vorsitzende der Feuerwehr Wolfsfeld, Thomas Feigl, dankte seinen vielen Helfern für die Ausrichtung sowie allen Besuchern für ihr Kommen. In Vertretung des zuständigen Kreisbrandrates Fredi Weiß, der während der Feier zu einem Einsatz gerufen wurde, meinte Kreisbrandmeister Alexander Graf aus Ursensollen, dass der Heilige Florian die Feuerwehrmänner anmahne, immer wachsam zu sein, so dass ein Feuerwehrmann immer und ständig für den Einsatz gerüstet ist. Dieser Leitsatz der Hilfeleistung werde seit über 125 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben.

Den Florianstag am Sonntag hatte Kommandant Josef Ehbauer zusammen mit den Vorstandsmitgliedern des Feuerwehrvereins vor sechs Jahren beantragt. Er bekam dann sofort die Zuteilung für dieses Jahr.
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