Freibad Altglashütte beendet vorzeitig die diesjährige Saison - Teurer Heizölkauf steht an
Kalte Nächte bremsen den Badespaß

Die nächtlichen Temperaturen sinken in den Höhenlagen des Landkreises bereits auf sieben Grad ab. Und auch tagsüber lockt der schwindende Sommer kaum mehr Gäste ins höchst gelegene Freibad der Region, da helfen auch 25 Grad Wassertemperatur wenig. Angesichts der Situation gibt Schwimmmeister Siegfried Walter der diesjährigen Badesaison kaum mehr eine Chance: Wenn die Herbstnächte noch kühler werden, müssen wir das Bad am Sonntag schließen!

"Wir müssen knallhart kalkulieren", untermauert Walter auch als Kassier des Förderkreises seine Einschätzung. Zudem würde noch der Heizöleinkauf für die Saison 2005 anstehen. Und die Bilanz verschlechtern erhebliche Ausgaben für die zurückliegende Badesaison.

"Wir liegen weit unter den Einnahmen vom vergangenen Jahr zurück", zieht Walter eine erste Bilanz. Zwar sei an den sonnigen Tagen ein guter Besuch verzeichnet worden, allerdings würden die sonnigen Wochenende und vor allem eine beständige Schönwetterlage über mehrere Tage fehlen. "Wenn die Besucherzahlen nicht mehr in Relation zu den aufzubringenden Energiekosten stehen, ist eine vorzeitige Schließung gerechtfertigt um die Badesaison 2005 nicht zu gefährden", betont Walter.

Umfangreiche Reparaturen in der vergangenen Badesaison hätten den Förderkreis zum sparsamen Wirtschaften veranlasst. Allein die Erneuerung der teilweisen eingebauten Beckenfolie kostete rund 10 000 Euro. Die Kosten für die Erweiterung der Solaranlage für zusätzliches Duschwasser hätten ebenfalls stark zu Buche geschlagen. Weitere kosmetische Verschönerungs- und Instandsetzungsarbeiten würden zudem das das Einnahmenkonto schmälern.

Die Vorstandschaft des Förderkreises Freibad Altglashütte möchte sich auf diesem Wege bei den zahlreichen Besuchern bedanken. Ein besonderer Dank gelte den Mitgliedern im Förderkreis. Sie leisten mit ihren Beiträgen Vorauszahlungen, die den Organisatoren Mut und die Verpflichtung geben, das Bad weiter zu führen.

Nach der Badesaison gibt es noch viel zu tun bis der Winter kommt. "Man kann nicht einfach den Schlüssel umdrehen und das Bad seinem Schicksal überlassen", erklärt Schwimmmeistern Siegfried Walter. Sobald sich der Frost zeigt müssen die Einwinterungsarbeiten abgeschlossen sein. Mit großer Sorgfalt sind die Beckenein- und Auslaufleitungen abzudichten und alle wasserführenden Leitungen zu entleeren, damit es im Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt.

Die lange Stillstandszeit über den Winter verlange, dass weitere Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Auch die Pflege der Außenanlagen würden viel Zeitaufwand erfordern. Hierzu können sich noch ehrenamtliche Helfer melden, betont Walter. Traditionsgemäß findet zum Abschluss der Saison ab 10 Uhr ein gemütlicher Frühschoppen mit Weißwurst- und Saueren Zipfelessen statt.