Freibad Altglashütte steht hoffnungsvoll in den Startblöcken für die Saison 2008
Sonne und Ehrenamt kontra hohe Kosten

Altglashütte. (nm) Auf die Sonne als Verbündete hoffen die Verantwortlichen und die 500 Mitglieder des Förderkreises für das Freibad Altglashütte. Sie soll nicht nur helfen, sündteuer gewordenes Heizöl zu sparen, sondern auch einen Saisonstart zu den Pfingstfeiertagen ermöglichen.

In der Jahreshauptversammlung ließen Vorsitzender Engelbert Träger und Kassier Siegfried Walter im Schutzhaus Silberhütte den Sommer 2007 Revue passieren: "So schlecht war das Wetter gar nicht. Was allerdings fehlte und dann bei den Besucherzahlen negativ zu Buche schlug, waren zusammenhängende Schönwetterperioden. Der häufige Wechsel von Wärme und Kälte vermieste vielen die Lust auf's Schwimmen." Die Erfahrung zeige, dass sich das mit etwas mehr Sonne rasch ändere: "Dann kommen die Leute auch. Darüber hinaus tragen die Strahlen auf Grund der installierten Kollektoren massiv dazu bei, Heizöl zu sparen." 30 000 bis 40 000 Liter sind jedes Jahr dennoch nötig. Inzwischen liege ein Konzept von Manfred Grünwald aus Flossenbürg vor, der die Einsatzmöglichkeiten alternativer Energien unter die Lupe nahm.
Eine Forderung von Träger richtete sich an die große Politik. Mit Hilfe des Programms "Freizeit und Erholung" sei das Bad auf der Altglashütte gebaut worden. Der Staat sollte nun aber auch mit ähnlichen Hilfen dazu beitragen, solche Einrichtungen zu sanieren und zu erhalten: "Gerade der ländliche Raum ist darauf angewiesen. Das Beispiel Altglashütte zeigt, dass hier durchaus soziale Komponenten und die Förderung des Breitensports eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen."

Nicht schlecht bestellt ist es um den Kassenbestand der Gemeinschaft. Walter warnte vor falschen Schlüssen oder gar Euphorie: "In nächster Zeit stehen Reparaturen an und bei dem absehbaren Tausch der Heizungsanlage sind Rücklagen im Nu aufgebraucht." Eindringlich wiesen Träger und Walter auf die nötige Hilfe der Kommunen hin: "Das Bad wird von Menschen aus der gesamten Region genutzt. Uns ist durchaus bewusst, dass die Städte, Märkte und Gemeinden schwierige Zeiten zu bewältigen haben, wenn aber möglichst viele einen Beitrag leisten, wird es für alle leichter."

Solchen Argumenten wollten sich der Bärnauer Alfred Wolf, Günter Stich aus Floß, Engelbert Meier aus Plößberg und Johann Kick aus Flossenbürg nicht verschließen. Kirchturmdenken sei nicht angebracht. Gefordert seien Vereine und Kommunen aber auch, wenn es um ein langfristiges Konzept gehe.
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