Freibad Altglashütte wird mit Rutsche aufgepeppt - Schnee und Eis hinterlassen Spuren
Auf 26 Metern in die Zukunft

Der Winter hat weh getan. In der Jahreshauptversammlung des Förderkreises für das Freibad Altglashütte gab es einen Eindruck von den Schäden durch Schnee und Frost. Verantwortliche und Mitglieder ließen sich aber nicht beeindrucken und machten große Pläne für die Saison 2006.

Eigentlich hätten Vorsitzender Engelbert Träger und Schwimmmeister Siegfried Walter am Freitag mit düsteren Mienen im Schutzhaus "Silberhütte" aufkreuzen müssen. Sie taten es nicht, sondern präsentierten im Gegenteil Unterlagen, die zu noch mehr Attraktivität der in der gesamten Region beliebten Freizeitanlage beitragen werden.

Kein Arbeitsmangel

Bereits im Frühsommer soll den Badegästen eine 26 Meter lange, frei tragende Rutsche zur Verfügung stehen. 46 000 Euro kostet das Prunkstück, die Fundamente gar nicht eingerechnet. Dem nicht genug. Derzeit laufen Berechnungen für den Austausch der 34 Jahre alten Ölheizung. Sie erfüllt zwar die geltenden Abgasnormen, verschlingt durch die explodierenden Energiekosten aber viel Geld. Künftig soll das Wasser mit Holzpellets erwärmt werden. Zu tun gibt es in der Gemeinschaft - sie betreibt das Bad eigenverantwortlich - auch sonst genug. Nach dem aufwändigen Austausch der Beckenfolie im vergangenen Jahr spielen die Winterschäden eine große Rolle. Ersetzt werden muss die unter der Schneelast eingestürzte Überdachung des Freisitzes. Die darauf montierten Sonnenkollektoren sind zum Großteil nur noch Schrott.

Welche Schäden es in den Becken gibt, zeigt sich erst in den nächsten Tagen. Reparaturen und Neuanschaffungen strapazieren die Kasse des Vereins. Auf der Habenseite schlägt aber trotz des miesen Sommers 2005 ein hoch einzuschätzender Umstand zu Buche. Träger und Walter übereinstimmend: "Der Wert der eigenen unentgeltlichen Arbeit ist unverzichtbare Basis. Wir alle stehen eben mit Leib und Seele hinter unserem Bad."

Bei der Neuwahl wurde Vorsitzender Träger im Amt bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Vertreter Angela Moser und Alexander Achatz. Siegfried Walter - ihm galten Glückwünsche zur verliehenen Bundesverdienstmedaille - kümmert sich um die Kassengeschäfte und Thomas Meiler führt das Protokoll. Ergänzt wird das Team durch Alfred Wolf, Ernst Gruber, Alois Hanke, Stefan Meiler und Rudi Völkl.

Geballtes Lob

Beeindruckt zeigten sich in ihren Stellungnahmen der Bärnauer Bürgermeister Peter Hampel, zweiter Bürgermeister Engelbert Meier aus Plößberg, das Flosser Marktoberhaupt Günter Stich und Flossenbürgs zweiter Bürgermeister Ernst Gruber: "Das, was unsere Region zu bieten hat, wird beim Förderkreis vorbildlich gehegt und gepflegt."