Freibad-Förderverein mit glänzender Bilanz und mit viel Optimismus für die Zukunft
Altglashütte als Erfolgsstory

Was vor vier Jahren begann, entwickelt sich zur Erfolgsstory. Die Verantwortlichen des Fördervereins für das Freibad Altglashütte legten in der Jahreshauptversammlung erneut eine imposante Bilanz vor.

Nicht nur in finanzieller Hinsicht imposant, sondern insbesondere unter dem Aspekt, dass "Bürger-Projekte" funktionieren können. Im "Schutzhaus Silberhütte" brach am Samstag Vorsitzender Engelbert Träger eine Lanze zu Gunsten des im Jahr 2000 gegründeten Fördervereins: "Auf ehrenamtlicher Basis wurde während der zurück liegenden Monate ein enormes Arbeitspensum bewältigt. Stellvertretend für viele sei hier die Wasserwacht Hohenthan genannt." Die Übersicht reichte vom laufenden Betrieb über Reparaturen bis hin zu einem Open-Air-Konzert.

Über Details informierte Kassier und Schwimmmeister Siegfried Walter: "Dass sich das Engagement lohnte, zeigte sich an den mehr als 20 000 Gästen, die auf die Altglashütte kamen. Auch wenn der Super-Sommer dazu beitrug, die Zahl beweist, wie beliebt das Freibad in der gesamten Region ist." Eine steigende Tendenz habe es auch bei der Mitgliederzahl gegeben. 489 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gehören dem Verein derzeit an.

Im Rücken hat die Gemeinschaft eine solide finanzielle Grundlage. Das sei allerdings auch nötig, denn die aktuell anstehende Erneuerung der Beckenfolie werden "einen gehörigen Batzen" verschlingen. Lob von Walter galt der Stadt Bärnau, die den versprochenen "Betreiber-Zuschuss" in voller Höhe leistete: "Auch wenn wir ihn nicht komplett ausschöpfen mussten. Rücklagen sind im Hinblick auf weitere Reparaturen allerdings durchaus nötig. Und ob es das Wetter erneut so gut mit uns meint wie 2003 bleibt erst noch abzuwarten."

Für die Eigentümerin der Freizeiteinrichtung, die Stadt Bärnau, forderte zweiter Bürgermeister Alfred Wolf auf, das Bad als regionale Institution zu sehen: "Im Bereich des Tourismus liegen noch Potentiale brach, die wir gemeinsam und über den eigenen Tellerrand hinaus nutzen sollten."

Eine noch bessere Vermarktung lag genauso Stadtrat Rudi Pannrucker am Herzen: "Mit Teamarbeit lässt sich da durchaus etwas bewegen. Nicht vergessen sollten wir, unsere Nachbarn in Tschechien einzubeziehen." Das Flossenbürger Gemeindeoberhaupt Johann Kick erinnerte an die finanziellen Beiträge der umliegenden Orte: "Was mich aber besonders beeindruckt ist die Tatsache, dass hier Bürger begriffen haben, wie wichtig Eigenengagement in Zukunft wird." Das Motto "Nicht aufgeben, sondern zupacken" werde beim Freibad vorbildlich umgesetzt und könne Vorbild auch für andere Bereiche sein.

Auf den Punkt brachte es der Flosser Bürgermeister Günter Stich: "Auch wenn die Kommunen gravierende finanzielle Probleme haben, so lange es solche Initiativen gibt, wird es um das Bad nicht schlecht bestellt sein. Der Förderverein braucht sein Licht jedenfalls nicht unter den Scheffel zu stellen."

Wie recht er hatte, zeigten den versammelten Mitgliedern - unter ihnen auch der Plößberger Bürgermeister Lothar Müller - Hinweise von Träger und Walter auf einen geplanten Service. So soll die vor vielen Jahren schon einmal mit Erfolg praktizierte Anbindung an die öffentlichen Buslinien wieder aufleben.