Freie Wähler äußern sich zu Verkehrsüberwachung und weiteren Themen
"Tagsüber trifft's die Falschen"

Für großen Ärger sorgt die Verkehrsüberwachung bei den Freien Wählern. Es sei falsch, den ruhenden Verkehr während des Tages zu kontrollieren, wodurch hauptsächlich die Einheimischen betroffen sind. "Samstags, sonntags und über Nacht müsste kontrolliert werden", forderten viele Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung. Gerade am frühen Morgen seien die Bushaltestellen zugeparkt.

3. Bürgermeister Siegfried Köller fasste die Tätigkeit des Marktrats im vergangenen Jahr zusammen. Bis Juli soll der Ossingerturm abgerissen werden. Dann wird ein Behelfsmast errichtet, bis der Turm in neuer Gestalt Mitte Oktober wieder funktionsfähig ist. Momentan werden neue Kabel von Bischofsreuth aus zum Berggipfel verlegt.

Gedanken über Wechsel

Über 400 Lampen stehen an den Straßen im Gemeindebereich. Viele Lampenköpfe sollen wegen der Stromersparnis ausgetauscht werden. Darüber hinaus diskutiere der Marktrat über den Wechsel zu einem billigeren Stromanbieter. Kritik äußerte Köller, dass im Blockheizkraftwerk die Verbrennungsanlage immer noch nicht eingebaut wurde. Daher stimmten auch alle Berechnungen nicht.
"Wir Freien Wähler werden besser informiert und eingebunden", stellte Köller fest. Zwar könnte der Informationsfluss von der Gemeindeverwaltung in manchen Dingen noch verbessert werden, aber allgemein gebe es einige Fortschritte.

In ihrem Rechenschaftsbericht zählte Vorsitzende Doris Lehnerer die Ereignisse des vergangenen Jahres auf. Da gab es sieben politische Stammtische, das Backofenfest und ein Helferessen am Breitenstein. Unterstützt wurde das Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern.

Die Freien Wähler gratulierten Franz Rembold zum 90. Geburtstag. Er war ein Gründungsmitglied, das mit Walter Hader im Jahre 1983 die Freie Wählergemeinschaft ins Leben rief.

Vorsitzende Doris Lehnerer nahm zum Schluss eine Ehrung vor. Franz Grötsch und Manfred König halten den Freien Wählern seit 25 Jahren die Treue; der Letztere war allerdings nicht anwesend. Franz Grötsch ist gelernter Bäcker und kam 1964 in die Marktgemeinde. Dort heiratete er seine Frau Anneliese und bekam mit ihr zwei Söhne. Aus gesundheitlichen Gründen schulte er zum Feinmechaniker um und fand Arbeit in der Firma Cherry in Auerbach. Nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit ging er im Jahr 2005 in den Ruhestand.

Auf Anhieb 24 Prozent

1988 trat er in die Ortsgruppe der Freien Wählergemeinschaft ein, die fünf Jahre zuvor gegründet worden war. Damals erhielt sie auf Anhieb 24 Prozent der Wählerstimmen und zog mit drei Gemeinderäten in den Königsteiner Marktrat ein. Vorsitzende Lehnerer dankte Franz Grötsch für seine jahrzehntelange Treue und überreichte ihm eine Urkunde.
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