24.12.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Freude über gerettete Buben - Stundenlange Gebete Ausnahmsweise ein Teller Plätzchen vorab

von Autor BIRProfil

Gegen 5 Uhr, als die beiden geretteten Buben nach Hause transportiert worden waren, fuhr sie Michael Heldwein ins Krankenhaus nach Tirschenreuth zur Untersuchung. Die Vermissten waren stark unterkühlt und sollten vorsichtshalber untersucht werden sollten. Doch nach einigen Stunden durften sie wieder nach Hause zu ihren Eltern.

Diese Rettung vor dem Erfrierungstod - es hatte immerhin 7 Grad minus - war ein edles Gemeinschaftswerk. Damals hat sich gezeigt, dass in so einer Situation nur das Zusammenhelfen zum Erfolg führt. Für die beiden Buben bleibt dieses Erlebnis in der vorweihnachtlichen Zeit bis heute im Gedächtnis. Von der groß angelegten Suchaktion bekamen Lothar Hültner und Edgar Beer damals nicht viel mit. Aber sie begriffen am nächsten Tag, wie knapp sie dem Tod entkommen waren. Lothar und Edgar: "Da läuft's uns auch heute noch immer eiskalt den Buckel runter!"

Und was sie auch nicht wussten: Ein paar Frauen am Anger beteten die ganze Nacht für die beiden Buben, und zwar bei Waltraud Friedl, der Nachbarin der Familien Beer und Hültner. Mit dabei waren die Mutter von Waltraud und Berta, die Mutter von Lothar. Immer wieder gingen sie von Fenster zu Fenster und hielten Ausschau, ob die Buben nicht schon gefunden wurden. Das gleiche geschah im Elternhaus von Edgar, wo seine Mutter Else und seine Oma für die vermissten Buben beteten.
Schmunzelnd erzählt Lothar heute, dass seine Mutter wie immer in der Vorweihnachtszeit Plätzchen gebacken hatte. "Und die durften vor dem Heiligen Abend nicht angerührt werden!" Doch weil er wieder gesund nach Hause gekommen war, bekam der 15-Jährige schon mal einen Teller der leckeren Plätzchen vor Weihnachten. Lothar Hültner und Edgar Beer möchten sich an dieser Stelle noch einmal bei allen Dorfbewohnern bedanken, die damals an der Suchaktion beteiligt waren. Aber auch bei denen, die vielleicht durch ihr Gebet mitgeholfen haben, dass sie diese Nacht vom 21. auf den 22. Dezember heil überstanden.

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