28.05.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Freudenberger SPD diskutiert Stillstand bei Badsanierung Für kleinere Bauplätze

von Autor (gri)Profil

Der Stillstand bei der Sanierung des Freudenberger Freibades war eines der Hauptthemen bei der Jahreshauptversammlung der SPD Freudenberg. Das Freibad wird sich auch in dieser Saison nicht im Endzustand präsentieren können, erklärte Ortsvorsitzender und Gemeinderat Gerhard Dotzler. Schuld ist die angespannte Finanzsituation in der Gemeinde und im Freistaat Bayern.

Außerdem gibt es Unklarheiten beim Einbau der Solaranlage auf dem Dach der Umkleidekabinen, berichtete Dotzler. Zumindest das undichte Dach über den Räumlichkeiten der Wasserwacht muss dringend repariert werden.

Gemeinderätin Rita Lukas berichtete, dass die Gemeinde in diesem Jahr einen Fehlbetrag von 330 400 Euro im Haushalt gegenfinanzieren muss. Dies sei zwar machbar, allerdings müssten einige Maßnahmen verschoben oder sogar gestrichen werden. Sparen sei auch in der Gemeinde Freudenberg das Gebot der Stunde. "Wir müssen bei jedem Projekt ganz genau anschauen, ob wir es unbedingt brauchen und ob wir es nicht irgendwie billiger bekommen."

Die SPD will sich in diesem Jahr dafür einsetzen, dass die Gemeinde auch kleinere Bauplätze mit etwa 500 Quadratmetern ausweist. Viele Bauwillige könnten sich die üblichen Bauplätze in der Gemeinde Freudenberg mit 800 bis 1000 Quadratmetern nicht mehr leisten. Die Gemeinde müsse aber dafür Sorge tragen, dass die jungen Leute weiterhin in ihrer Heimat bleiben. Erfreut zeigte sich Dotzler, dass wieder ein Neumitglied zum Ortsverein stieß. Besonders in der jetzigen Phase sei dies ein ermutigendes Zeichen.

Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass der Ortsverband die Reformen der Bundesregierung mitträgt. Einhellig bezeichneten die Mitglieder die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe als richtigen Schritt. Gerhard Dotzler verwies auf die hitzigen Diskussionen über eine Beteiligung Deutschlands am Irak-Krieg und unter anderem an die Anbiederung der Union an die US-Regierung. CSU-Generalsekretär Thomas Goppel habe Bundeskanzler Schröder beim Feuerwehrfest in Kemnath unter tosendem Beifall wegen dessen Friedenspolitik kritisiert. Dotzler: "Jetzt steht aber fest: Schröder hatte Recht!"

Dotzler bekräftigte, dass sich der SPD-Ortsverband allen Gemeindeteilen gleichermaßen verpflichtet fühlt. Er lud zur Mitarbeit nicht nur in der SPD, sondern auch in den Arbeitskreisen der gemeindeüberschreitenden Initiative zur Agenda 21 ein.

"Wenn wir es schaffen, dass sich die Leute aktiv an der Gemeindepolitik beteiligen, dann haben wir alle gewonnen", sagte er. Nach dem Erfolg im letzten Jahr will die SPD in der zweiten Augusthälfte wieder zu einem großen Kinderfest nach Lintach einladen. Näheres dazu wird noch bekannt gegeben.

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