21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gartenbauverein erkundet Bad Wörishofen und Kloster Roggenburg Auf Kneipp-Tour

Auf den Spuren von Pfarrer Sebastian Kneipp wandelten Eschenbachs Gartler. Der Obst- und Gartenbauverein startete seine Tour in Bad Wörishofen und beendete sie im Prämonstratenserkloster Roggenburg. Dazwischen erlebten die Teilnehmer Flora, Kunst und Kultur.

Im Kräutergarten erfuhren die Gartler viel über pflanzliche Mittel, um Beschwerden zu behandeln. Sebastian Kneipp nannte die Natur "die beste Apotheke". In seinem Buch "Meine Wasserkur" von 1886 beschreibt er über 60 Kräuter, mit denen er allerlei Beschwerden zu bekämpfen wusste. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Das Erlebnis in der "heimlichen Hauptstadt der Gesundheit" begann im Kurpark. Die 16,3 Hektar große Anlage beeindruckte mit viel Grün und der Blütenpracht des Hochsommers. Der Rundgang begann an der Tautretwiese und führte über Duft- und Aromagarten, Heilkräutergarten und vorbei an Vogelvolieren und Feuchtbiotopen zum Rosengarten. Im Heilkräutergarten erfuhren die Besucher viel über die kneippsche Pflanzenheilkunde. Im Rosengarten warteten 6500 Exemplare aus 500 Arten hinzu kamen 80 verschiedene Klematispflanzen. Dazwischen stehen üppig blühende Phloxstauden. Nicht nur Vorsitzender Willi Trummer war begeistert, auch vom denkmalgeschützten Tennisheim aus dem Jahr 1901.

Die nächste Station in Wörishofen war die Badeanstalt von 1888. In der Wandelhalle habe Pfarrer Kneipp viele Reden gehalten. Auch US-Präsidenten Theodor Roosevelt, Papst Leo XIII. und Kaiserin Sissi gehörten zu seinen Patienten. Heute zähle der Ort jährlich 750 000 Übernachtungen in 130 Betrieben. Auch in der Stadtpfarrkirche erfuhren die Eschenbacher viel über Leben und Wirken Pfarrer Kneipps.

Im Prämonstratenserkloster Roggenburg präsentierte eine Fremdenführerin den staunenden Gartlern ein besonderes religiöses Zentrum. Sie berichtete aus der Geschichte der Anlage, von ihren Höhen und Tiefen. Der Ursprung der Geschichte liegt im Jahr 1126 als der Graf von Bibereck das Kloster stiftete. Nach 180 Jahren Unterbrechung kehrten 1982 Prämonstratenser Chorherren zurück.

Die Kirchenanlage entstand von 1720 bis 1780. Bevor die Eschenbacher im Klostergasthof einkehrten, vermittelte ein Gang durch Refektorium und Bibliothek ein Bild davon, welchen Stellenwert das Bildungszentrum Roggenburg als Haus der Kunst und Kultur seit der Jahrtausendwende genießt.

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