16.10.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gehwegausbau in Seebarn ein Streitthema - Ergebnis erst nach mehrern Anläufen Heiße Debatten um Seitenstreifen

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Der Ausbau der Kreisstraße SAD 49 in Seebarn erhitzte am Mittwoch in der Bauausschusssitzung die Gemüter. Erst nach einigen Anläufen kam ein vernünftiges Abstimmungsergebnis zustanden.

Im April hat der Stadtrat beschlossen, dass nach der Einfahrt zum Sonnenhang kein Gehweg erstellt werden soll, sondern lediglich das Bankett der Kreisstraße bis zum Anwesen Zisler etwas besser und breiter als üblich auszubauen ist. Das Landratsamt hat diesen Vorschlag geprüft und daraufhin der Stadt mitgeteilt, dass die Kreisstraße in Richtung dieses Banketts entwässert und somit im Anschluss an das breitere Bankett ein Straßengraben angelegt werden müsste. Dies wiederum erfordert vermehrten Grunderwerb und verursacht zusätzliche Kosten, unter anderem auch für den laufenden Unterhalt. Deshalb sei es zweckmäßiger und kostengünstiger, die Kreisstraße mit einem Hochbord abzuschließen und anschließend einen unbefestigten Seitenstreifen mit einem Meter Breite anzulegen. Damit dieser Seitenstreifen auch im Winter begehbar ist, empfiehlt das Landratsamt den Einbau einer Frostschicht. Ein Großteil der Kosten würde über das Dorferneuerungsprogramm bezuschusst.

Den Anliegern dürfte diese Lösung nicht gefallen, denn sie wären laut Ortsdurchfahrtsrichtlinien räum- und streupflichtig. Die Verwaltung hat deshalb vorgeschlagen, die Anlieger von dieser Pflicht zu befreien. Verschiedene Mitglieder des Bauausschusses plädierten aber dafür, den Seitenstreifen trotzdem zum Gehweg auszubauen. "In Seebarn keinen Bürgersteig zu bauen, ist eine Todsünde", sagte Franz Koller. Auch Margit Reichl befürwortete dies: "Wir kommen nicht mehr billiger dazu, als momentan." Dagegen sprach aber der Beschluss des Stadtrates vom April, genau dies nicht zu tun. Anträge, wenigstens den Seitenstreifen zu ashaltieren, wurden abgelehnt. Auch der Beschlussvorschlag der Verwaltung fand mit 5:6 zunächst keine Gnade. Erst im zweiten Anlauf gab's eine 8:3-Mehrheit. Damit dürfte das Thema keineswegs vom Tisch sein. Einer der Anwohner hat rechtliche Schritte gegen den Beschluss angekündigt.

Schnell und unbürokratisch war über einen Bauantrag abgestimmt. Georg Demleiter aus Kleinwinklarn darf eine neue landwirtschaftliche Lagerhalle für Rundballen bauen und auf dem Dach einen Photovoltaikanlage anbringen.

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