Gemeinderat lehnt Neubau an der Hauptstraße ab - Bauherr soll Vorgaben beachten
Passt nicht zum Ortskern

Die ortskernsanierte Hauptstraße war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bild: sam
Das Vorhaben, einen Leerstand im Ortskern mit neuem Leben zu füllen, begrüßt der Gemeinderat. Trotzdem wies er jetzt eine entsprechenden Bauvoranfrage ab: Die Pläne von Hans Fischer, der das Gebäude Hauptstraße 16 abbrechen und durch einen Mehrfamilienhaus-Neubau ersetzen will, entsprächen nicht den Vorgaben der Ortskernsanierung.

Bauherr plant Neubau

Fischer möchte das Grundstück mit dem derzeit leerstehenden Anwesen völlig neu bebauen. Anstatt des bisherigen Wohnhauses mit Nebengebäude sehen seine Pläne ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen vor. Das gefiel dem Gemeinderat nicht. Der Hintergrund für sein Nein: Der Ortsbereich an der Hauptstraße und die Umgebungs-Bebauung entsprechen einem Dorfgebiet, das in den vergangenen Jahren über die Städtebauförderung ausgebaut und mit einer Gestaltungsfibel belegt wurde. Diese umfasst vor allem Hauptstraße, Marktplatz und Hirschwalder Straße bis hin zur früheren Eisenbahnbrücke.

Ortskern im Auge behalten

Nach ausgiebiger Beratung bestätigte der Gemeinderat die Leitgedanken der Ortskernsanierung. Damit bleibt er bei der Auffassung, dass sich neue Bauvorhaben daran und an der Umgebungsbebauung orientieren sollen. Die Bürgervertreter waren der Meinung, dass sich Fischers Bauvorhaben in seiner Gestaltung und Komplexität hier nicht einfügt: Deshalb stimmten sie dem Vorhaben nicht zu. Die Erschließungsfunktion in der Hauptstraße sowie Probleme mit der Stellplatzregelung waren weitere wesentliche Argumente, die, bezogen auf die Grund- und Geschoßflächenzahl berücksichtigt wurden. Trotzdem begrüßte das Gremium grundsätzlich die Bestrebungen des Bauherrn, den Leerstand an der Hauptstraße beheben zu wollen. Er wurde deshalb aufgefordert, in seinen Planungen den Ortskernsanierungs-Gedanken aufzugreifen.

Wünschenswert fänden es die Räte, ein neues Objekt gemeinsam mit dem angrenzenden, ebenfalls leerstehenden Haus Nummer 18 zu betrachten und für beide nach einer Lösung zu suchen. Die Gemeinde würde dies unterstützen, hieß es.
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