22.12.2003 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gemeinderat mit Vorgaben für neues Baugebiet - Kalkulation erfordert höhere Wassergebühren: Es geht los: Häuser am Kapellenberg

von Redaktion OnetzProfil

Flossenbürg. (nm) Neue Häuser in einer attraktiven Lage sollen am Kapellenberg im Ortsteil Altenhammer entstehen. Mit einer Aussprache dazu wurde am Freitag die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres 2003 eröffnet. Wenig Grund zur Freude bereiteten die Wassergebühren. Sie steigen um 20 Cent pro Kubikmeter.

Die von Josef und Bettina Unger sowie von Alexander Zapf eingereichten Unterlagen stellten quasi einen Vorgriff für ein neues Baugebiet am Kapellenberg dar. Von Seiten des Gemeinderates gab es "grünes Licht" für ein dort geplante Wohnhaus. Allerdings, so die Vorgabe, hänge ein Ja zu weiteren Gebäuden von den anstehenden Verhandlungen über einen Erschließungsvertrag ab. Der Grundstückseigentümer will - eine Premiere in Flossenbürg - den Südwesthang selbst erschließen und vermarkten.

Zweiter Schritt

Aufstellen darf die Raiffeisenbank eine Werbetafel und ohne Einwände passierten die Vorhaben von Andrea Hirmer (Erweiterung des Wohnhauses am Stieberweg) beziehungsweise des Hildweinsreuther Ehepaars Maria und Josef Völkl (Ausbau der Scheune zur Wohnnutzung, Abbruch und Neubau eines Nebengebäudes) den Rat.

Schon vor einem Jahr stiegen die Wassergebühren. Bürgermeister Johann Kick erinnerte an die damalige Entscheidung, den höheren Preis nicht auf einmal, sondern gesplittet auf zwei Termine von den Verbrauchern einzufordern: "Leider steht jetzt der zweite Schritt an."

SPD-Sprecher Gerd Rölle und Helmut Erndt von der CSU-Fraktion werteten die Steigerung von 95 Cent auf 1,15 Euro als "harte aber unumgängliche Maßnahme". Das Prinzip der Kostendeckung und die ständig steigenden Anforderungen würden keine andere Wahl lassen. Auch die FWG-Räte schlossen sich nicht aus, als Kick über den Tagesordnungspunkt abstimmen ließ.

Rund um die Uhr hat das Rathaus ab Januar zwar nicht geöffnet, die bisherigen Zeiten für den Besucherverkehr verdoppeln sich aber nahezu. Künftig öffnen sich die Pforten auch nachmittags. Ein besonders attraktives "Bonbon" ist am Montag vorgesehen. Für die Dauer eines halben Jahres gibt es von 18 bis 20 Uhr eine Abendsprechstunde. Das Gemeindeoberhaupt zu dem Service: "Bei entsprechender Resonanz wird es zur Dauereinrichtung."

Freuen können sich der TSV, der Waldverein und der Männergesangverein. Auf Grund des Engagements im Bereich der Jugendarbeit und der kulturellen Leistungen bewilligte das Gremium Zuschüsse in Höhe von 1250, 300 und 150 Euro. Die evangelische Kirche bekommt 1685 Euro für die Sanierung des Bonhoefferhauses.

Skeptisch für Zukunft

Mit einem Blick nach vorne zeigten sich die Sprecher der Fraktionen skeptisch: "Ob es das angesichts der Gemeindefinanzen in Zukunft geben kann, ist fraglich. Sparen an der falschen Stelle wäre aber auch fatal."

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