Gesamtkosten 32 000 Euro - Schmuckstück aus Edelstahl

Wie Peter Nittmann berichtet, kostete die Gesamtmaßnahme über 32 000 Euro. Den Großteil verursachte der Spezial-Gerüstbau, für den auch eine eigene Statik notwendig war. Das Turmgerüst mit Elektro-Aufzug wurde von der Firma Söll aus Jahnsdorf bei Chemnitz aufgestellt und wieder abbaut.

Die Bauschlosserei Triebel aus Schneeberg fertigte die Kanonen-Silhouette und die fünf Meter hohe Stange aus Edelstahl mit Messing-Drehlager, sowie die Turmhaube.

Dazu wurde die alte Blech-Silhouette eingescannt und aus V-4-A-Stahl die neue Windfahne mit einem Plasma-Schneider ausgeschnitten. Die gesamte Windfahne mit Halterung und Haube wurde dann mit einer galvanisch aufgebrachten Kupfer-Hammerschlag-Beschichtung überzogen, berichtete Sören Triebel.

Seine Firma hat sich auf derartige Aufträge spezialisiert und unter anderem auch das Turm-Kreuz auf dem Frankfurter Dom erneuert. "Die Windfahne in Form der Kanone ist die einzige dieser Art, die in Deutschland auf einem Turm thront", ist sich Triebel sicher. Als Vorbild für die Silhouette diente damals eine Artillerie-Kanone, wie sie im Bayerischen Armee-Korps eingesetzt war.

Die neue "Kanone" ist gut einen Meter hoch und in der Diagonale zwei Meter lang. Sie wurde mit der Fünf-Meter-Stange einfach in den sogenannten Kaiserstiel, den obersten Turmbalken, der noch original erhalten ist, eingesetzt. So beschreibt Sören Triebel, der von der alten Handwerkskunst begeistert ist, die Befestigung in 43 Metern Höhe.
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