12.07.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gewitter vom Sonntagabend ruft in Menzlas fünf Feuerwehren auf den Plan - 50 000 Euro Schaden: Nach Blitzschlag Feuer am Dach

von Autor CDProfil

Mit ohrenbetäubendem Krach fuhr der Blitz unmittelbar neben dem Kamin ins Dach. Danach qualmte es, und schon bald züngelten die ersten Flammen. Eine Nichte des Hausbesitzers Josef Nickl hatte den Einschlag vom gegenüberliegenden Haus aus beobachtet und Alarm geschlagen. Die neun Bewohner hatten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht mitbekommen, dass bei ihnen buchstäblich Feuer am Dach war. Weil keine Türklingeln mehr funktionierten, machten sie die Nachbarn lautstark auf die Gefahr aufmerksam.

Die Gewitterfront, die am Sonntagabend über die Oberpfalz hinwegzog, führte in Menzlas zu einem Großeinsatz von fünf Feuerwehren. Genau um 20.21 Uhr setzte ein Blitz das Dach des 1996 bezogenen Hauses mit drei Mietparteien in Brand. Während der Besitzer Josef Nickl - er wohnt selbst nicht dort - durch einen Anruf seiner Schwester davon erfuhr, hatten sein Bruder und sein Schwager gemeinsam mit einem weiteren Nachbarn aus der Siedlung bereits mit Hilfe eines Wasserschlauchs von außen die Brandbekämpfung aufgenommen. "Sonst wäre wohl der gesamte Dachstuhl in Flammen aufgegangen", vermutet Nickl.
Mit acht Fahrzeugen und insgesamt 60 Mann rückten die Feuerwehren Schlammersdorf, Vorbach, Oberbibrach, Kirchenthumbach und Eschenbach aus, letztere auch mit Drehleiter und Wärmebildkamera. Durch die Hitze bei der gewaltigen Entladung hatten sich das Dämmmaterial in dem Hohlraum unter den Ziegeln und auch Teile des Gebälks auf einer Fläche von etwa zehn Quadratmetern entzündet bzw. waren verschmort. Um den Brand von innen und außen bekämpfen zu können, mussten die Einsatzkräfte das Dach teilweise abdecken. Nachdem das Feuer gelöscht, das Gebäude belüftet und das ins Obergeschoss gelaufene Wasser abgesaugt waren, deckte die Schlammersdorfer Wehr, die als letzte abrückte, die Lücke im Dach provisorisch mit einer großen Plane ab. Nach gut drei Stunden war der von Gruppenführer Gerhard Schneider geleitete Einsatz beendet.

An den Brandherd geeilt waren auch Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und Kreisbrandmeister Daniel Beaudet, außerdem Polizei und Rettungskräfte des Roten Kreuzes. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

Nach Polizeiangaben summiert sich der Schaden auf etwa 50 000 Euro. Beschädigt wurden nicht nur das Dach, sondern auch die Elektroinstallation, mehrere Fernsehgeräte, Computer und Telefone. Im Nachbargebäude waren infolge des Blitzschlags ebenfalls die Telefone ausgefallen.

 

 

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