27.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Glosse

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Von wegen Tschüss!

Alle klagen darüber, dass sich Süddeutschland immer rascher "tschüssisiert". Nun kommt Hoffnung aus dem hohen Norden. Als ich in einer Hamburger Buchhandlung den Verkäufer mit dem ortsüblichen "Guten Morgen" begrüße, antwortet mir der farbige Mann hinter dem Tresen mit einem gutturalen "Grüß Gott!" Überrascht frage ich ihn, ob er auch ein Bayer sei. "Nein! Aber ich mag ,Grüß Gott!' lieber. Das klingt besser, erklärt er frei heraus. Beim Ausgang drehe ich mich zu ihm um. Prompt ruft er mir laut durch das Geschäft "Ade!" zu. Von "Tschüss!" keine Rede.

Auf der Heimfahrt in den verschneiten Süden glimmt in mir die Frage: Sind es vielleicht die geschmähten Nordlichter, die den Süden wieder "ent-tschüssisieren"?... Außerdem muss man für eine perfekte Aussprache des "Tschüss!" den Mund wie einen Hühnerpopo zuspitzen. Und dazu sollten sich auf die Dauer bajuwarische Mannsbilder eigentlich zu schade sei.

Polizeibericht

Einbruch in Neubau: Zeugen gesucht

Weiden. (kä) Mit einem "Selbstbedienungsladen" ohne Kasse verwechselten offensichtlich bisher unbekannte Täter ein Lagerhaus in Neubau. Bereits am 21. Februar war eingebrochen worden: Es fehlten Werkzeuge und Autozubehör. Jetzt holten sie sich Nachschub - und zwar ordentlich. Zwischen 21. und 23. Februar brachen die Täter erneut ein und trugen diesmal einen kompletten Motor eines Audi 100 Quattro Turbo mit allen Anbauteilen (170 PS) davon. Außerdem fehlt ein kompletter Werkzeugkasten.

Hinweise auf die Diebe an die Polizeiinspektion, Telefon 0961/ 4010.

Hintergrund

Zoll: Personalrat für einen Monat

Weiden. (rg) Vorschrift ist Vorschrift. Und vorgeschrieben ist, dass das Hauptzollamt Ende März einen neuen Personalrat zu wählen hat. Seine Amtszeit bleibt recht überschaubar: exakt ein Monat. Denn zum EU-Beitritt Tschechiens am 1. Mai wird die Behörde faktisch aufgelöst. Karl-Heinz Winter von der Gewerkschaft ver.di hätte sich eine Rechtsverordnung gewünscht, welche die Amtszeit des bestehenden Gremiums ausnahmsweise verlängert hätte. Was er davon hält, der Vorschrift für einen Monat Genüge zu tun? "Bürokratischer Unfug!"

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