20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gotzenberger läutet mobile Glocke für vorbeiziehende Wallfahrer Nette Geste von Schorsch

Schon seit Jahrhunderten bitten Pilger aus der Oberpfalz im mittelfränkischen Heldmannsberg um die Hilfe Mariens in ihren Anliegen. Am katholischen Feiertag "Mariä Himmelfahrt" zogen sie wieder zur Pfarr- und Wallfahrtskirche gleichen Namens.

Der "Schorsch" läutete eine mobile Glocke zum Empfang der Wallfahrer in Gotzenberg. Rechts Bürgermeister Bernd Bogner aus Happurg. Bild: fm
von Franz MüllerProfil

Gut 100 Gläubige aus der Pfarrei Traunfeld mit Deinschwang zogen gute zwei Stunden betend und singend über Berg und Tal. Eine nette Geste erwartete sie in Gotzenberg: Zur Begrüßung klang ein "mobiles" Glockengeläut, das der Schorsch auf seinem Geräteträger in Schwung brachte. Robert Vogel begleitete die vorübergehende Schar mit getragenen Tönen aus seinem selbst gebauten Alphorn. Dies ließ sich auch der Happurger Bürgermeister Bernd Bogner nicht entgehen.

Am Ortseingang von Heldmannsberg empfingen Pfarrer Roland Klein und Diakon Markus Weinländer die Wallfahrer mit Kreuz und Fahnen. Den Gottesdienst feierten auch eine weitere Wallfahrergruppe aus Lauterhofen und auf der obersten Empore die heimischen Kirwapaare mit. Viele Marienverehrer nahmen auf Bänken im Kirchhof Platz. Der Pfarrer erinnerte an die Anfänge der Wallfahrt vor 300 Jahren mit manchen Anfeindungen auf dem Zug durch evangelisches Gebiet. "Das ist Geschichte, und so können alle ihre Bitten an Maria richten, die sie an ihren Sohn Jesus weitergibt", sagte Roland Klein.

Er predigte über die Vertreibung der Menschen aus dem Paradies, die Erlösung durch Jesus und die Mitwirkung Mariens bei der Rückkehr in Gottes Reich. Den Festgottesdienst bereicherten Hans Braun an der Orgel und der Bratschist Jesseli Atanassa vom Kammerorchester Weimar, der zu einem spontanen Besuch nach Heldmannsberg gekommen war.

Zum Schluss weihte der Geistliche die Kräuterbuschen. Lilo Bumm und ihre Helferinnen hatten sie für einen guten Zweck gebunden. Die großen Körbe leerten sich schnell, und im Gegenzug füllten sich die Spendenkörbe mit Gaben für Einrichtungen, die psychisch kranke Frauen in Indien unterstützen.

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