17.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gravierende Straßenschäden im Industriegebiet West - Aldi eröffnet im Juni Zu schwach für Schwerlastverkehr

Die Marktgemeinde kann stolz auf die Entwicklung des Industriegebietes West sein, muss aber auch mit der Kehrseite der Medaille leben: Dem Schwerlastverkehr und damit verbundenen Straßenschäden.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Das vor rund zehn Jahren konzipierte Straßennetz hält dem Brummiverkehr rund um den Rastparkhof nicht stand. Der Bauausschuss machte sich ein Bild von den Schäden im Einmündungsbereich der Kepler-/Klaus-Conrad-Straße und im Einfahrtsbereich zur Lkw-Tankstelle. Die Straße könnte mit einer Betonfahrbahn oder einem neuen Asphaltbelag versehen werden.

Gutachter eingeschaltet

Vorher will man jedoch eine Boden-, bzw. Straßenaufbauuntersuchung machen lassen. Das Gremium vermutet, dass der Unterbau für den Schwerlastverkehr zu schwach ist und stabilisiert werden muss. Näheres soll eine Untersuchung zeigen, die das Gutachterbüro Spotka für 1200 Euro durchführen wird.

Ziel der Marktgemeinde wäre es, die Keplerstraße in eine Einbahnstraße umzuwandeln, um die extreme Belastung durch schwere Brummis im Gegenverkehr zu reduzieren. Dazu müsste aber das Straßenbauamt eine weitere Ausfahrt zur B 14 - etwa in Höhe Landmaschinen Rester - genehmigen. Auch mit Conrad Electronic wäre Rücksprache über die Verwendung ihrer noch unbebauten Grundstücke zu nehmen, um mögliche Verkehrsbelastungen in die Planungen einzubeziehen. Der Bauausschuss beschloss von einem Verkehrsexperten ein Beratungsangebot einzuholen.

Lediglich drei Baugesuche lagen dem Gremium vor. Bernhard Wilfer baut in der Bürgermeister-Unsicker-Straße 3 ein Betriebsgebäude zur Fertigung von Dentalzubehör mit Wohnteil. Der Discounter Aldi darf einen 20 Meter hohen Werbepylon mit 4 mal 4,80 Meter großer Tafel aufstellen. Die neue Filiale im Industriegebiet West möchte laut Bürgermeister Georg Butz bereits im Juni eröffnen, "um das Feriengeschäft mitzunehmen". Martin Wolf aus der Kärntnerstraße will sein Grundstück einzäunen. Der Bauausschuss hatte nichts gegen einen Metallzaun einzuwenden, doch bei der Höhe hat sich der Antragsteller an die Vorgaben des Bebauungsplanes zu halten. Das elektrische Tor muss eine Autolänge von der Straße zurückgesetzt sein.

Die Feuerwehr Schiltern hat von der Marktgemeinde bereits einen Pauschalbetrag in Höhe von 1000 Euro für die Außenrenovierung des Gerätehauses erhalten. Nun fallen durch ergänzende Maßnahmen noch einmal 800 Euro an Kosten an. So mussten beispielsweise zwei weitere Giebelfenster erneuert werden. Die Arbeiten übernahmen Mitglieder der Feuerwehr.

Vorher fragen

Der Ausschuss befürchtete, "dass es Schule macht", wenn die Schilterner Wehr jetzt noch mal Geld bekommt und lehnte den Antrag ab. Die Feuerwehr hätte die Gemeinde vorher fragen sollen statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Bürgermeister Butz: "Wir müssen uns auch an den Haushaltsplan halten".

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