21.07.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Grenzmühle: Wandel von der Teichwirtschaft zur biologischen Landwirtschaft Zum Schutz der Flussperlmuschel

Die Gruppe nördliche Oberpfalz des Bioland e.V. lud zu einem informativen Nachmittag in die Grenzmühle ein, um sich aus erster Hand von Josef Schmidt über seine biologische Landwirtschaft und seine Rinderhaltung zu informieren.

von Jochen NeumannProfil

"Der Umbau der Grenzmühle von der Teichwirtschaft zur naturverträglichen Landwirtschaft mit ökologischer Tierhaltung dient dem Wohl der Flussperlmuschel", sagte Schmidt. Der Naturpark Steinwald plant eine Info-Stelle. Der regionale Bioland-Vorsitzende Stefan Stangl freute sich, zahlreiche Mitglieder in der Grenzmühle begrüßen zu dürfen.

Eine von vier Infostellen

"Der Naturpark ist sehr an der Grenzmühle interessiert", stellte Naturpark-Geschäftsführer Ernst Tippmann fest. Mit Schmidts Biolandwirtschaft werde der Erhalt wertvoller Lebensräume für Pflanzen und Tiere gefördert.

An der Grenzmühle soll eine von vier Infostellen des Naturparks entstehen. "Jede der Stellen informiert über ein eigenes Thema und gerade hier bietet sich eines an, das Wasser." Es werden vor allem die Flussperlmuschel beschrieben sowie der Grenzbach selbst. Auch die Eigenvermarktung des Biohofs solle stärker in den Blickpunkt rücken.

"Wir stehen hier am Anfang", räumte der Geschäftsführer ein, denn der Naturparkverein habe erst damit begonnen. So wurde in den vergangenen Tagen das Eingangsportal an der Verbindungsstraße Wäldern-Friedenfels an der Einfahrt zur Grenzmühle errichtet. "Hier gilt ein besonderer Dank dem Förster Eckard Deutschländer zusammen mit seinem Vater, die die Holzteile selbst gehauen und geschnitzt haben."
Ebenfalls Dank sagte Tippmann dem Erbendorfer Bürgermeister Hans Donko für die Instandsetzung des Weges bis zur Grenzmühle, die in den letzten Tagen beendet werden konnte. Eine offizielle Einweihung der Infostelle und des Eingangsportals finde in einigen Wochen statt. Robert Mertl sprach vor allem die Arnika und die Kreuzotter an.

Josef Schmidt hält seine Tiere weniger zur Milchgewinnung, sondern eher als Fleischlieferanten. Auch Gemüse ist je nach Saison vorrätig. Derzeit ist der Hofladen jeden Freitag und Samstag geöffnet.

Biogaststätte einrichten

Bevor es zur Exkursion zu den Rindern auf die Weide ging, informierte Schmidt über die neu gegründete Arbeitsgruppe Grenzmühle, der seine Familie, der Naturpark Steinwald sowie einige Privatleute angehören. So sollen im kommenden Jahr ein Parkplatz an der Grenzmühle errichtet und Hinweistafeln zur Besucherlenkung aufgestellt werden.

Das nächste Ziel verriet er zum Schluss: "Im ehemaligen Schreinereigebäude möchten wir eine Gaststätte einrichten."

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