Gründe der Ablehnung

Eindringlich machte sie nochmals auf einige Gründe der Bürgerinitiative gegen dieses Projekts aufmerksam: So habe sich durch den Lückenschluss der A6 ein Großteil des Verkehrs auf die Autobahn verlagert.

Eine Verkehrszählung von 2009 habe einen Rückgang des Lkw-Verkehrs um 35 Prozent ergeben und der Pkw-Verkehr hätte sich seit 1999 nicht verändert. Von anfangs sechs Millionen Euro spreche man jetzt von nahezu 20 Millionen Euro Baukosten für eine Strecke von 2,5 Kilometer. Es müsste aufgrund von neun Brücken, darunter eine Bahnbrücke für die zweigleisige Strecke Nürnberg - Schwandorf, ein aufwendiger Ausbau erfolgen.

Große Erdbewegungen durch Einkerbungen und Aufschüttungen aufgrund der topografischen Lage seien notwendig und toxisch hoch belastete Deponieflächen müssten gequert werden.

Weiter warnte Inge Rösl auch vor der damit einhergehenden Zerstörung weitgehend unberührter Natur, zum Beispiel das Gebiet um den Judenfriedhof und das renaturierte Erlbachtal. Durch Aufschüttungen und Einkerbungen würden gravierende Eingriffe ins Landschaftsbild vorgenommen und Landwirte würden wertvolles, hofnahes Ackerland und damit ihre Lebensgrundlage verlieren.

Dies alles und noch viele weitere gewichtige Gründe sprächen gegen diese Ortsumgehung im Norden und die Interessengemeinschaft werde deshalb in ihrem Bemühen, dieses Projekt zu verhindern, nicht locker lassen. (mdh)
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