Grundeigentümer müssen an einem Strang ziehen
Windkraft nur gemeinsam nutzen

Wolfgang Trippel von der Firma Wirsol (links) stand den rund 60 Zuhörern im Gasthaus Miedl Rede und Antwort. Bild: arw

Der Infoabend für die Grundbesitzer aus Püchersreuth und Störnstein im Gasthaus Miedl in Sachen Windräder lief sehr ruhig ab. Von den gut 60 Zuhörern kamen sehr wenig Wortmeldungen, und wenn, dann waren sie sehr sachlich.

Stark vertreten war die Zeno mit den Bürgermeistern Günther Stich und Boris Damzog sowie Geschäftsführer Reinhard Gayer. Von der Firma Wirsol waren Projektleiter Sven Bauer und Wolfgang Trippel gekommen und Anke Uhlig von bhm.

Mit einer Fotomontage verdeutlichte Uhlig ihre Erläuterungen. Darauf sind die möglichen Standorte für Windräder in den beiden Gemeinden angegeben. Weitere Schwerpunkte ihrer Ausführungen waren Artenschutz, Regionalplan und Landschaftsschutzgebiet.

Verschiebung möglich

Trippel betonte, dass der jeweilige Gemeinderat und die Bürger entscheiden, ob sie der neuen Energie offen gegenüber stehen oder nicht. "Wichtig ist aber auch die Rentabilität einer Windkraftanlage." Der TÜV Süd hat in den gezeigten Standorten eine Windgeschwindigkeit von 5,6 Meter pro Sekunde ermittelt. Der entscheidende Standort kann sich letztlich aber leicht um mehrere 100 Meter verschieben.

"Doch es gehört noch mehr dazu, als nur einen Rotor aufzustellen, um den Wind erfolgreich anzuzapfen. Da geht es um die Leitungen an die Einspeisungspunkte und um ein Umspannwerk. In Püchersreuth müssen insgesamt 40 und in Störnstein 13 Grundstückeigentümer an einem Strang ziehen.

Modellrechnung

Trippel erläuterte auch ein Pachtangebot einer Anlage mit einer Nennleistung von 2,4 Megawatt. So könnten die Konditionen aussehen: Stromerlöse vom ersten bis elften Jahr jährlich vier Prozent. Vom 12 bis 20 Jahr 4,5 Prozent. Mindestpacht pro Anlage im Jahr 25 000 Euro. Einmaliges Nutzungsentgelt für Zuwegung und Kranstellplatz 500 Euro je Hektar und für Kabel im Grundstück 2,20 Euro pro laufenden Meter. Für die nachbarschaftliche Zustimmung zur Abstandsflächenreduzierung 1000 Euro. "Das Nutzungsentgeld kann sich erhöhen oder verringern, den es hängt von der tatsächlichen Nennleistung der Anlage ab."

"Wir bauen keine Anlage die sich nicht rechnet", sagte Trippel. Jeder Vertrag enthalte eine wirtschaftliche Klausel. "Gutachten und Verträge werden von renommierten Rechtsanwälten geprüft und begleitet. Jeder kann eine Anlage bauen, nur muss er seine Aufgaben erfüllen, wie wir es auch tun." Zeno-Geschäftsführer Gayer nannte die die Sicherung der Stromversorgung für die Region das Ziel des Unternehmens.
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