Gruppe "Sainge" aus Nürnberg spielt im "Patchwerk" Celtic-Folk und -Rock
Songs voller Gefühle und Kraft

Die Freunde von urwüchsigen, keltischen Songs sind auf dem Land etwas benachteiligt, treten deren Matadoren doch meist in Städten auf. So war der Abstecher der Gruppe "Sainge" aus Nürnberg in das "Patchwerk" von Barbara Rotter eine gute Gelegenheit, hautnah diese Musikrichtung kennenzulernen. Die kleine Bühne war vollgestellt mit den fünf Gitarren des Christian von Salomon und einigen von Ulf "Tenval" Hilzenbecher. Zwischen beiden fand Ferdie Reißmann seinen Platz mit dem Akkordeon und später Reiner Rück mit der Bassgitarre.

Der Gitarrensolist verwöhnte zum Start die Zuhörer mit verträumten und innigen Melodien in virtuosen Läufen. Als sich Ulf mit einmischte, den Rhythmus wie ein rollender Zug bestimmte und mit seinem rauchigen Bariton dazu sang, näherte man sich schnell dem Folk in seiner Reinform. Mit samtiger bis kräftiger Stimme ließ der Ulf ein trauriges Liebeslied aus der Bretagne vorüberziehen.

Dem schottischen Whisky widmete Christian eine drängend rasche Gitarreneinlage, die durch Mark und Bein ging. Er wechselte zur Mandoline, dazu kam das Akkordeon und Ulf mit Stimme und Gitarre ergänzte alles zu einem feurigen Celticsong.
Als dann das Akkordeon den Ton angab, wie für Pubs typisch, ging mit der Begeisterung des Gesangs die Lautstärke für den kleinen Konzertraum an die Grenze. Nach der wohlverdienten Pause für die Musiker und die Ohren des Publikums komplettierte Reiner Rück mit der Bassgitarre das Quartett. Der vollere Klang und schnelle Läufe mit dem Gesang im Folkrock heizten die Stimmung weiter an. Doch gab es immer wieder sanftere Weisen, die sich dann wieder zu einem temperamentvollen Ende hin steigerten.

Alle Gefühlsregungen und Anlässe aus dem Leben kamen in der schwingenden und ausdrucksstarken Musik des Folk zum Ausdruck.
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