Handball 3. Liga: SV 08 Auerbach beim Tabellenletzten LHC Cottbus
Lange Fahrt in den Keller

Die weiteste Auswärtsfahrt (rund 400 Kilometer einfach) der Saison steht an. Die Handballer des SV 08 Auerbach müssen am Samstag zum LHC Cottbus, Mitaufsteiger und derzeitig Tabellenletzter der 3. Liga Ost. Anpfiff in der Lausitz-Arena ist um 19 Uhr.

Die Mannschaft um Spielertrainer Tobias Wannenmacher muss eine hohe Hürde überwinden, höher als mancher vermuten mag. "Sieht man sich die Tabelle an, sind wir diesmal zwar in der Favoritenrolle, wir werden allerdings auf gar keinen Fall den Fehler machen, die Mannschaft zu unterschätzen", sagten die Verantwortlichen unter der Woche. Der LHC Cottbus liegt mit sieben Pluspunkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und steht gemeinsam mit der HSG Pohlheim bereits als Absteiger in die Oberliga fest.

Vor allem zu Beginn der Saison musste das Team um Trainer Marcel Linge recht deutliche Niederlagen hinnehmen und steckt seither im Keller der Tabelle fest. Auch wenn sich die Anzahl der verlorenen Spiele im Laufe der Saison auf inzwischen 21 erhöht hat, so ist doch anhand der relativ knappen Ergebnisse festzustellen, dass sich alle Gegner sehr schwer getan haben mit den Lausitzern. Zudem ließen Unentschieden zu Hause gegen Dessau und Bernburg und vor allem ein 20:18-Sieg gegen den HSC 2000 Coburg, damals noch einer der heißesten Aufstiegskandidaten, die gesamte Liga aufhorchen.
Auch der SV 08 Auerbach konnte sich im Hinspiel gegen dieses junge Team nur knapp mit 36:34 durchsetzen. Dabei tritt die Mannschaft sehr geschlossen auf und strahlt von jeder Position Torgefahr aus. Rückraumschützen wie Nick Widera (114 Tore) oder Robert Takev (80 Tore) sind ebenso in der Torschützenliste zu finden wie Kreisläufer Robert Michling (80 Tore), Rechtsaußen Johannes Trupp (79 Tore) und Linksaußen Robert Schulze (49 Tore). Es wird also für die Oberpfälzer nicht so leicht, wie es auf den ersten Blick aussieht.

"Das Spiel ist eines unserer wichtigsten in der gesamten Saison", erklärte Co-Trainer Manfred Eichenmüller. "Und möglicherweise auch eines der schwersten. Cottbus hat als Absteiger nichts mehr zu verlieren, kann befreit aufspielen und seinem Publikum zeigen, wozu es fähig ist. Wir wären nicht die ersten, die Probleme bei einem Tabellenletzten bekämen. Wie man allerdings in den letzten beiden Partien gesehen hat, ist sich unsere Mannschaft ihrer Lage vollkommen bewusst." Eichermüller weiter: "Es gibt zwar die eine oder andere Blessur im Team, es werden sich aber alle aufraffen und ihr Bestes geben. Ein Klassenerhalt ist für uns nur realistisch, wenn wir auch in Cottbus punkten."

SV 08 Auerbach: Tor: Adam, Walzik. Feld: Tannenberger, Ma. Werner, Weiss, Hofmann, Mi. Werner, Bader, Hackenberg, Wannenmacher, Schnödt, Reger, Schmidtke, Schöttner.
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